Zwei Orte, keine drei Kilometer voneinander entfernt, ein Sommer, zwei völlig gegensätzliche Geschichten. In Oberschöneweide feiert der Bezirk gerade eine kleine grüne Oase, die er eigens gegen die Hitze gebaut hat.
Im Baumschulenweg kämpft zur gleichen Zeit ein 300 Jahre altes Traditionsunternehmen darum, dass ausgerechnet seine eigenen Flächen nicht der nächsten Wohnsiedlung zum Opfer fallen. Treptow-Köpenick zeigt damit in diesem Sommer besonders deutlich, wie widersprüchlich der Umgang mit Grünflächen in Berlin sein kann: gefeiert an der einen Stelle, gefährdet an der anderen.
Am Kaisersteg in Oberschöneweide lag lange Zeit einer der unwirtlichsten Plätze des Bezirks. Stark versiegelt, kaum Schatten, im Sommer eine regelrechte Hitzefalle mitten im Kiez. Am 29. April 2026 wurde dort feierlich die Schatteninsel eröffnet, ein neues Ensemble aus Regenbänken, Hochbeeten und modularen Schattenspendern.
Das Industriegebiet Oberschöneweide: Der Platz am Kaisersteg, einem ehemaligen Industriegebäude, ist umgewandelt worden.
© Rolf Zšllner








