Die großen US-Techkonzerne stellen sich vor, Rechenzentren künftig im Orbit zu betreiben. Dabei ergibt sich jedoch ein Problem: Im luftleeren Raum kann die Abwärme nicht einfach abtransportiert werden. Das California Institute Of Technology (Caltech) und das Start-up Sophia Space haben dafür eine Lösung entwickelt.

Die besteht allerdings nicht in einem Kühlsystem für einen Satelliten, in dem das Rechenzentrum untergebracht ist. Vielmehr wurde eine neue Architektur für solche Rechenzentren entwickelt: Diese sollen modular aus „Thermal Integrated LEO Edge“ (Tile) aufgebaut werden. Diese bestehen aus einer Einheit für das Speichern und Verarbeiten von Daten, Solarpaneelen für die Energieerzeugung sowie Kühlpaneelen, die die Abwärme in den Weltraum abstrahlen. Jedes Tile hat also seine eigene Energieversorgung und sein eigenes Kühlsystem.

Um ein großes Rechenzentrum einzurichten, werden viele Tiles miteinander kombiniert. Vernetzt werden sie per Glasfaserkabel, über die Daten ausgetauscht werden. Die modulare Architektur ermögliche es zudem, ein Rechenzentrum im All durch das Hinzufügen von Tiles zu erweitern, teilte das Caltech mit.

Modulare, skalierbare und passiv gekühlte Rechen- und Datenspeichereinheit