Die Stadt hat vier Unterkünfte für Obdachlose ausgewiesen, die künftig anstelle der U-Bahn-Station Eschenheimer Tor als Schlafplatz genutzt werden können. Bereits im August sollen das Henriette-Fürth-Haus im Gutleutviertel und der Tagestreff Weser 5 im Bahnhofsviertel mehr als 70 Menschen aufnehmen. Im September folgen das Haus Lichtblick an der Eschersheimer Landstraße und ein nicht näher benanntes Gebäude in der Innenstadt mit 75 weiteren Schlafplätzen.Weil die U-Bahn-Station kurzfristig aus Brandschutzgründen als Notunterkunft für die Obdachlosen gesperrt worden war, hatte die Stadt provisorisch Zelte in der Bockenheimer Anlage aufgeschlagen. An den vier nun ausgewählten Adressen sollen die Bedürftigen unkompliziert einen sicheren Schlafplatz erhalten und auch betreut werden. Betrieben werden sämtliche Einrichtungen im Auftrag der Stadt von der Caritas Frankfurt und der Diakonie Frankfurt und Offenbach.Die Zelte in der Parkanlage sollen nun nach und nach abgebaut werden. „Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie wichtig ein leistungsfähiges Hilfesystem ist, das auch in schwierigen Situationen handlungsfähig ist. Unser Ziel bleibt, dass jeder Mensch einen sicheren Schlafplatz findet“, teilt Sozialdezernentin Elke Voitl (Die Grünen) mit.Obdachlosenhilfe bedeute mehr als ein Dach über dem Kopf für eine Nacht. Die Betroffenen brauchten Schutz, Orientierung und Perspektiven. Caritas und Diakonie sprechen von einer schnellen Lösung. Zugleich brauche es eine langfristige Weiterentwicklung und dauerhafte Antworten gegen die Wohnungslosigkeit.