Der Kotti in Berlin ist berüchtigt und gilt vielen als krimineller Brennpunkt. Die Polizei will nun mit KI auffälliges Verhalten auf der Straße schneller erkennen. Ganz durchleuchtet werden Passanten aber nicht.

03.08.2026, 14.42 Uhr

Der Bahnhof Kottbusser Tor in Berlin

Konkret wird das neue System demnach zunächst am Kottbusser Tor und später an der Warschauer Straße eingesetzt; beide Bereiche gelten als Kriminalitätsschwerpunkte. Verläuft die Pilotphase erfolgreich, soll der KI-Einsatz schrittweise auf weitere stark kriminalitätsbelastete Bereiche ausgeweitet werden.Ziel ist eine sogenannte Verhaltens- und Situationserkennung. Die KI soll also anhand der Kamerabilder auffällige Verhaltensmuster von Menschen erkennen und entsprechend Alarm schlagen.

Keine Gesichter, sondern Strichmännchen erkennbarInnensenatorin Iris Spranger unterstrich, dass es bei dem System nicht um Überwachung oder biometrische Identifizierung gehe. »Das Gesicht wird nicht erkennbar sein. Es geht um die Bewegungsabläufe«, erläuterte die SPD-Politikerin. »Wenn jemand zusammengeschlagen wird, sind das ja keine normalen Bewegungsabläufe. Und die KI kann das identifizieren.«