Die Hamburger Hochbahn will mit KI Gefahren erkennen. Eine gefährliche Entwicklung im öffentlichen Raum, denn soziale Ausgrenzung wird technische Norm.

D ie Hamburger Hochbahn verspricht mehr Sicherheit, wenn sie an Bahnhöfen wie Barmbek, Baumwall und Berliner Tor eine „KI-gestützte Gefahrenerkennung“ pilotiert und jetzt von ersten Erfolgen berichtet. Die KI-Kameras hätten „erhebliche Vorteile gegenüber den Bestandskameras“, „das betriebliche Potenzial ist gegeben“. Nun soll es an den Landungsbrücken weitergehen.

Wer liegt regungslos auf dem Bahnsteig? Wer geht auf die Gleise? Die künstliche Intelligenz soll in der Leitstelle Alarm schlagen, noch bevor ein Mensch den Vorfall auf einem der vielen Monitore bemerkt. „Die Kameras sollen in der Videobildanalyse eine automatische Mustererkennung zur schnelleren Erkennung sicherheitskritischer Ereignisse ermöglichen“, so formuliert es die Hochbahn.

Aber was passiert hier mit dem öffentlichen Raum? Die Hochbahn ist bemüht, den Prozess als datenschutzkonform zu etikettieren. Aber gerade der Umstand, dass die Tests für Fahrgäste „von außen nicht wahrnehmbar“ waren, wie die Hochbahn schreibt, zeigt eine gefährliche Entwicklung im öffentlichen Raum.