Die Berliner Bäderbetriebe wollen testen, ob mithilfe von Künstlicher Intelligenz Badeunfälle schneller erkannt werden können. Das kündigte Bäder-Chef Johannes Kleinsorg am Dienstag im RBB-Inforadio an. Einzelheiten zu Ort, Start und Anbieter des Pilotprojekts nannten die Bäderbetriebe zunächst nicht.
Die Technik wird bereits in anderen Städten eingesetzt. Im Osnabrücker Nettebad erfassen Kameras Bewegungen im Wasser, eine KI wertet sie in Echtzeit aus. Erkennt das System eine mögliche Notlage, bekommt das Badpersonal einen Alarm mit genauer Ortsangabe. Laut den Stadtwerken Osnabrück half die Technik bereits in einem Fall, ein Leben zu retten.
Auch Köln setzt auf solche Systeme. Im Stadionbad analysieren Kameras die Wasserflächen. Im Ossendorfbad sollen schrittweise 17 Kameras installiert werden, die Investitionskosten liegen dort bei rund 80.000 Euro.
Erst vergangene Woche wurde bekannt, dass bis 2030 rund 600 Millionen Euro in Sanierung, Modernisierung und Neubau der Berliner Bäder fließen sollen. Ein Drittel der Summe kommt aus dem Klimapakt des Landes Berlin, weitere 50 Millionen Euro aus dem Sondervermögen.
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