Die Berliner Polizei setzt jetzt an ersten Stellen Video-Technik mit Künstlicher Intelligenz gegen Straßenkriminalität ein. Ein entsprechendes Pilotprojekt startet noch in diesem Monat, wie die Innenverwaltung mitteilte.
Konkret wird das neue System demnach zunächst am Kottbusser Tor und später an der Warschauer Straße eingesetzt; beide Bereiche gelten als Schwerpunkte der Kriminalität. Verläuft die Pilotphase erfolgreich, soll der KI-Einsatz schrittweise auf weitere stark kriminalitätsbelastete Bereiche ausgeweitet werden.
Keine Gesichtserkennung
Ziel ist eine sogenannte Verhaltens- und Situationserkennung. Die KI soll also anhand der Kamerabilder auffällige Verhaltensmuster von Menschen erkennen und entsprechend Alarm schlagen. Innensenatorin Iris Spranger unterstrich, dass es bei dem System nicht um Überwachung oder biometrische Identifizierung gehe. „Das Gesicht wird nicht erkennbar sein. Es geht um die Bewegungsabläufe“, erläuterte die SPD-Politikerin. „Wenn jemand zusammengeschlagen wird, sind das ja keine normalen Bewegungsabläufe. Und die KI kann das identifizieren.“
Auf dem Bildschirm sehen die Einsatzkräfte nach Angaben Sprangers nur Strichmännchen und deren Bewegungen. Einsatzkräfte entscheiden dann, ob etwas ungewöhnlich ist, die KI soll ihnen eine schnellereLagebewertung ermöglichen. „Die KI weist darauf hin, dass etwas ungewöhnlich sein könnte. Was dann zu tun ist, entscheidet aber ein Mensch“, so Spranger.






