Stand: 03.08.2026 • 09:03 Uhr

Die USA und Japan stemmen sich mit einer gemeinsamen Intervention am Devisenmarkt gegen den Absturz des Yen. Zuvor war die japanische Währung auf den niedrigsten Stand seit 40 Jahren gefallen.

Japan hat erstmals seit Jahrzehnten gemeinsam mit den USA am Devisenmarkt interveniert, um den schwächelnden Yen zu stützen. Finanzministerin Satsuki Katayama bestätigte, dass man in Abstimmung mit den Vereinigten Staaten Yen gekauft habe, um "übermäßige Volatilität und ungeordnete Bewegungen" der japanischen Landeswährung einzudämmen.

Der Yen war in den vergangenen Wochen und Monaten stark unter Druck geraten und Ende Juli gegenüber dem US-Dollar auf den schwächsten Stand seit rund 40 Jahren gefallen - unter anderem eine Folge von höheren US-Zinsen und steigenden Erdölpreisen im Zuge des Iran-Kriegs. Ende vergangener Woche legte er wegen der Intervention stark zu und setzte die Kursgewinne am Montag weiter fort.

Zwar verbilligt eine schwache Währung die Exporte einer Volkswirtschaft, wovon Japan in den letzten Jahren deutlich profitierte. Gleichzeitig wird jedoch der Warenimport teurer und die Kaufkraft der eigenen Bevölkerung vermindert. Finanzministerin Katayama betonte, die Regierung in Tokio stehe weiterhin in engem Austausch mit den USA und werde bei Bedarf weitere Maßnahmen am Devisenmarkt ergreifen.