Japan und die USA haben Insidern zufolge gemeinsam am Devisenmarkt interveniert, um ​den weiteren Absturz des Yen zu stoppen. Die japanische Finanzministerin Satsuki ‌Katayama (67) werde am Montag eine entsprechende konzertierte Aktion bekannt geben, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Regierungsvertreter am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters.Katayama werde voraussichtlich die Entschlossenheit beider Länder unterstreichen, die übermäßigen Kursverluste des ​Yen zu bekämpfen, hieß es. Auf die Frage, ob Katayama eine „gemeinsame Aktion“ ⁠ankündigen ⁠werde, sagte einer der Insider: „Ja“. Er fügte hinzu: „Die Operation läuft noch.“ Das japanische Finanzministerium und das US-Finanzministerium waren für eine Stellungnahme ‌zunächst nicht zu erreichen.

Das relativ langsame ‌Tempo der japanischen Notenbank bei ​Zinserhöhungen gilt als ein ‌Grund für die Yen-Schwäche, die wiederum die Importkosten in ‌dem ​rohstoffarmen Fernost-Land die Höhe treibt und Verbraucher sowie Einzelhändler belastet. Die Notenbank ließ den Leitzins von ​1,0 Prozent am Freitag unverändert, ⁠die Tür für eine Erhöhung ​aber offen.Viele Experten ⁠sehen die Zentralbank in Tokio in einem Dilemma: Hält sie ​die ​Zinsen niedrig, könnte dies die durch den schwachen Yen befeuerte Inflation verstärken. Eine zu rasche Anhebung birgt hingegen die Gefahr, die brüchige wirtschaftliche Erholung zu bremsen.