Stand: 01.08.2026 • 16:46 Uhr

Erstmals wurde ein Mann nach Afghanistan abgeschoben, bei dem es sich nicht um einen verurteilten Straftäter handelte. Viele weitere Flüge dürften folgen. Die Kritik bleibt, dass dazu Absprachen mit den Taliban notwendig sind.

Für Bundesinnenminister Alexander Dobrindt ist es ein Erfolg. Anfang der Woche verkündete der CSU-Politiker einen weiteren Abschiebeflug nach Kabul. 31 Männer wurden nach Afghanistan abgeschoben - "überwiegenst schwerste und schwere Straftäter", sagte er. Mit dabei war aber erstmals auch ein Afghane, "auf den die Bezeichnung Straftäter, verurteilter Straftäter nicht zutreffend ist", so Dobrindt.

Marcel Emmerich von den Grünen nennt das ein "Armutszeugnis in Sachen Humanität für diese Bundesregierung". All das sei nur möglich, weil es einen "dreckigen Deal" mit der Taliban gebe.

Dobrindt verweist auf den Koalitionsvertrag