Wenn die Eltern sterben, bleibt manchmal nicht nur Trauer. Es bleibt auch ein Erbe, oft eine Immbobilie. Und die Frage, was aus einem Ort werden soll, der für die Kinder einmal Zuhause war – obwohl ihr Leben inzwischen längst woanders stattfindet.
Verkaufen? Vermieten? Selbst einziehen? Für viele Familien in Ostdeutschland ist diese Entscheidung besonders kompliziert. Nicht, weil dort jedes Elternhaus unverkäuflich wäre. Sondern weil sich demografische Entwicklung, Wanderungsbewegungen und Immobilienmarkt von Region zu Region stark unterscheiden.
Seit der deutschen Einheit sind viele Familien räumlich auseinandergerückt. Zwischen 1991 und 2024 wanderten – Berlin nicht eingerechnet – rund 1,2 Millionen Menschen mehr aus den ostdeutschen in die westdeutschen Länder als umgekehrt. Besonders Menschen im Alter zwischen 18 und unter 30 Jahren trugen über lange Zeit zu dieser Bewegung bei.
Für viele Eltern bedeutete das: Die Kinder gingen zum Studium, zur Ausbildung oder für die Arbeit fort. Für viele erwachsene Kinder bedeutet es heute: Das Elternhaus liegt weit entfernt vom eigenen Wohn- und Arbeitsort.
Und die wirtschaftliche Seite?







