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Was für Dörfer, die sich da an die Landstraße drücken, irgendwo im brandenburgischen Niemandsland zwischen den alten Mächten Preußen und Sachsen. Tief im Osten also. Aber mittendrin in einer von Tagebauen malträtierten Landschaft, unweit der Autobahn, die Berlin mit Dresden verbindet, auf der niemand abfährt, um von der Trostlosigkeit der Gegend nicht angesteckt zu werden. Würden die Reisenden mit der Bahn fahren, zögen sie spätestens jetzt die Gardinen zu.
Aber es gibt keine Bahn und auch keine Gleise. Bestenfalls eine vernarbte Landstraße und einen Überlandbus. Der fährt schon selten genug und nur unter der Woche. Trotzdem ist er leer, weil weder jemand gebracht, noch abgeholt wird.
Die Niederlausitzer Orte, die unweit der alten Kreisstädte Luckau und Calau, im Schatten der pulsierenden Autobahnmagistrale liegen, scheinen für niemanden ein Ziel zu sein. Dabei hat die Gegend einst mit seiner unberührten Natur, den unendlichen schwarzen Kieferwäldern, den Waldseen und Fließen für einen Erholungsaufenthalt geworben. Dazu Einkehr, Gondelfahrt und Übernachtung an frischer Luft. Heute ist der Reisende froh, findet er noch ein Gasthaus. Eigentlich ist das ausgeschlossen, denn den alten Dreiklang Kirche, Schloss und Dorfschänke gibt es schon lange nicht mehr und trotz allem sichtbaren Wohlstand in den Dörfern ist die Trostlosigkeit in die Orte gezogen.








