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Vorwort
Seit Jahrhunderten lebt ein kleines slawisches Volk unter, neben und mit den Deutschen. Es unterscheidet sich bis heute von den Deutschen durch eine eigene Sprache, eigene Sitten, Bräuche und Traditionen sowie eine eigene Hymne und Fahne.
Vor allem die Industrialisierung sowie juristische und politische Restriktionen bewirkten, dass die slawische Mehrheitsbevölkerung in ihrem Siedlungsgebiet im Verlaufe der Zeiten zu einer ethnischen Minderheit wurde.
Typisch für die soziale Lage in der Lausitz Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts war der spätfeudale Gegensatz von adligem deutschen Grundherrn und leibeigenen oder erbuntertänigen Bauern. Die vor allem östlich der Elbe starke Konzentration von Grundherrschaft, Leibeigenschaft und Patrimonialgerichtsbarkeit (quasi „private“ Rechtsprechung des Grundherrn über seine Hörigen) in einer Hand, machte die slawischen Bauern in besonders starkem Maße unfrei.








