In Brandenburg gibt es immer weniger, aber größere Höfe. Agrarland wird an externe Höchstbietende verkauft, kleine Betriebe leiden darunter.
Trockene Felder in der Brandenburger Uckermark
Serienlicht/imago
Wenn Wilhelm Zahn an die Jahre 2018 und 2019 zurückdenkt, sieht er vor allem Grau. „Hinter dem Trecker standen 50 Meter hohe Staubwolken. Der Boden flog buchstäblich davon“, erzählt der junge Landwirt der LBG eGbR Bagemühl im Norden der Uckermark. Damals kapitulierten die Böden vor den extremen Dürresommern. Der Klimaschock zwang den Familienbetrieb 2020 in eine Kehrtwende hin zu einem neuen Anbauverfahren. Heute bewirtschaftet Zahn 700 Hektar Ackerland in Woddow. Damit liegt er zwar über dem Durchschnitt, ist in Brandenburg aber kein Riese. Betriebe umfassen dort teilweise Tausende Hektar, Tendenz steigend, während die Zahl der Betriebe abnimmt.
Die Umstände der Natur zwingen Landwirte wie Zahn immer wieder, sich anzupassen, um ihren Boden zu schützen und ihre Existenz zu sichern. Doch der Kampf um widerstandsfähige Landwirtschaft wird längst auch auf dem Bodenmarkt entschieden. Nach der Wende verkaufte die BVVG (Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH), eine Nachfolgeeinrichtung der Treuhandanstalt, über eine Million Hektar des alten DDR-Volskeigentums nach Höchstgebot.











