Anfang August treten weitere Teile der europäischen KI-Regeln in Kraft. Was sich ändert – und warum wichtige Regeln verschoben wurden.

Ein paar EU-Regeln für KI-Systeme treten am Sonntag in Kraft – andere erst in einem Jahr, weil die Kommission sie aufgeschoben hat

Ardan Fuessmann/imago

Von mehr Transparenz bis zu Strafen bei Verstößen – ab Sonntag gelten mehr Regeln für die Anbieter von Systemen mit künstlicher Intelligenz (KI). Was Nut­ze­r:in­nen schon bald bemerken sollten, ist die Umsetzung von Transparenzvorgaben: So müssen mittels KI erzeugte Inhalte erkennbar sein, und zwar sowohl für Menschen als auch für technische Systeme, etwa per Wasserzeichen. Außerdem müssen Nutzende darüber informiert werden, wenn sie mit einer KI interagieren, zum Beispiel bei einem Chatbot oder in einer Hotline.

Die neuen Regeln gehören zum AI Act, der EU-Gesetzgebung zu KI. Beschlossen wurde sie bereits vor zwei Jahren. Doch die einzelnen Vorgaben treten erst nach und nach in Kraft. Aktueller Stichtag ist nun der 2. August. Ursprünglich sah der AI Act vor, dass zu diesem Datum noch weitere Regeln in Kraft treten, unter anderem ein Teil der Vorgaben für KI-Systeme, die als besonders risikoreich gelten. Doch die EU-Kommission hat dafür gesorgt, dass diese nach hinten geschoben werden. Die Verschiebung ist Teil eines größeren wirtschaftsfreundlichen Pakets, das die Kommission in den vergangenen Monaten geschnürt hat.