Ivan Kakonge, 28, schwul und Aktivist, kam 2025 nach Hamburg – aus Uganda, wo Homosexualität verboten ist. So geht es ihm vor seinem ersten CSD.

Setzte ein Zeichen für queeres Leben: CSD-Parade in Hamburg 2025

Christian Charisius/dpa

Ich lebe seit Herbst 2025 in Hamburg. Als Schwarzer schwuler Mann habe ich mich, seit ich hier bin, zumindest in dem Viertel, in dem ich wohne, sehr sicher gefühlt. Mein Freund ist auch erst vor Kurzem nach Deutschland gekommen. Wir haben uns auf dem Dom geküsst, ohne Angst haben zu müssen, dass wir nicht akzeptiert werden, weil wir schwul sind – vielleicht höchstens, weil wir Schwarz sind.

Ich habe mich total darauf gefreut, zum ersten Mal beim CSD in Hamburg am 1. August dabei zu sein. Ich wollte schon immer feiern, was Queersein bedeutet: frei, man selbst zu sein, ohne Angst vor Diskriminierung oder davor, angegriffen zu werden.