Zehntausende Menschen sind in Hamburg zu einer Demonstration zum Christopher Street Day (CSD) zusammengekommen. Sie versammelten sich nahe dem U-Bahnhof Lübecker Straße und begannen ihren Zug durch den Stadtteil St. Georg in Richtung Innenstadt. 60 Lastwagen dienen als fahrende Bühnen von Unternehmen, Vereinen, Parteien und der evangelischen Kirche. Das Motto lautet: »Solidarisch queer. Haltung zeigen – für eine Zukunft ohne Angst!«
Die Veranstalter vom Verein Hamburg Pride erwarten rund 250.000 Teilnehmer, die Polizei konnte zunächst keine Zahl nennen. Die Stimmung sei friedlich und ausgelassen, sagte eine Sprecherin nach Beginn der Demonstration. Es sei zu keinen Zwischenfällen gekommen.Unter den Teilnehmenden sind mehrere Politiker von SPD und Grünen. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) solle ein Zeichen setzen, indem er an einem CSD teilnehme, wünschte sich SPD-Bundestagsfraktionschef Matthias Miersch.
Demonstration am Hamburger Steindamm
Drag Queen Olivia Jones in Hamburg
Eine Woche nach dem tödlichen Anschlag auf eine ähnliche Veranstaltung in Berlin hat die Hamburger Polizei ihr Sicherheitskonzept für die Veranstaltung überarbeitet. Es sollen doppelt so viele Beamte im Einsatz sein wie bei der Demonstration im vergangenen Jahr. »Hamburg freut sich auf einen bunten und fröhlichen CSD und setzt damit ein klares Zeichen für Vielfalt und Zusammenhalt in unserer Stadt«, sagte Innensenator Andy Grote (SPD).










