PfadnavigationHomeRegionalesHamburgChristopher Street DayHamburg erwartet 250.000 CSD-BesucherVeröffentlicht am 28.07.2025Lesedauer: 2 MinutenAm Hamburger Rathaus wurde bereits die Regenbogenflagge gehisstQuelle: David Hammersen/dpaDie Demo zum CSD startet erstmals an neuer Route, um den Andrang besser bewältigen zu können. Der Fokus liegt diesmal auf dem Schutz und der Teilhabe queerer Menschen.Zur Christopher Street Day (CSD) Demonstration am Sonnabend in Hamburg werden 250.000 Menschen erwartet. Unter dem Motto „Wir sind hier, um zu bleiben. Queere Menschen schützen“ haben sich rund 120 Gruppen angemeldet, wie der Verein Hamburg Pride am Montag mitteilte. Erstmals starte die Demo um 12 Uhr an der Lübecker Straße/Ecke Mühlendamm und führe nicht mehr über die Lange Reihe, die für den immer größer gewordenen CSD zu schmal geworden sei. Bereits am Freitag beginnt das dreitägige CSD-Straßenfest rund um Jungfernstieg, Ballindamm und Rathausmarkt mit großer Bühne, sechs Musikinseln, rund 150 Ständen und neuer Family Area.Lesen Sie auchDer diesjährige CSD setze sich auch für mehr Inklusion ein. Für blinde und sehbehinderte Menschen berichten erstmals zwei Reporter vom Demo-Startpunkt, das inklusive CSD-Radio lasse sich bundesweit auf www.hamburg-pride.de anhören. In Kooperation mit dem Förderkreis zugunsten unfallgeschädigter Kinder sowie mit der Deutschen Muskelschwund-Hilfe Hamburg werde es erneut den Inklusionstruck für Rollstuhlfahrende geben. In Zusammenarbeit mit der Hamburger Stadtrundfahrt gehe zudem ein roter Doppeldecker-Bus für ältere queere Menschen und solche mit eingeschränkter Mobilität an den Start.Erwartete Teilnehmende der CSD-Demo seien LGBTIQ*-Initiativen, darunter Queere Familien Hamburg, der Sportverein Startschuss, der Chor Schola Cantorosa und ver.di Regenbogen Hamburg, Initiativen wie Omas gegen Rechts und Fridays for Future, Einrichtungen wie das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und die Nordkirche. Von den politischen Parteien seien die SPD, die Grünen, die FDP, die Linke und Volt vertreten, hieß es.Lesen Sie auchDas diesjährige CSD-Motto greife die Sorgen in der queeren Community vor gesellschaftlichen Rückschritten auf: Während Gewalt gegenüber queeren Menschen und auch CSD-Demonstrationen immer häufiger das Ziel von Angriffen werden, fahre die Bundesregierung ihre Unterstützung und Solidarität mit queeren Communities zurück. „Wir sind kein Trend und unsere Existenz kein Debattenthema. Wir sind Teil dieser Gesellschaft und uns stehen die gleichen Rechte zu wie allen anderen“, sagten die Co-Vorsitzenden von Hamburg Pride, Jenny Saitzek und Christoph Kahrmann. Der Verein fordert umfassende Schutzmaßnahmen für queere Menschen.Der CSD erinnert an einen Aufstand der Homosexuellen-Community im New Yorker Stadtteil Greenwich Village im Umfeld der Bar Stonewall Inn in der Christopher Street, der am 28. Juni 1969 begann.epd/jlau