Wow, what a trip: Der britische Kulturkritiker Jon Savage hat mit „Jon Savage’s SF Sike 1966—72“ einen Sampler mit Psychedelia zusammengestellt.
Hippies tummeln sich in einem Hauseingang des Viertels Haight/Ashbury in SanFran, Sommer 1967
Caroline True
Als George Hunter im Jahre 1964 in San Francisco die Band The Charlatans gründete, ging es dem langhaarigen Zausel nur am Rande um die Musik. Schließlich konnte der avantgardistisch angehauchte Architekturstudent nicht mal ein Instrument spielen. Eher hatte Hunter, der dank seines markanten Aussehens und der theatralischen Selbstinszenierung als „erster Hippie“ der kalifornischen Stadt gilt, mit den Charlatans – bitte nicht verwechseln mit der gleichnamigen britischen Band aus dem Manchester der Ravezeit! – ein Gesamtkunstwerk im Sinn.
Akribisch feilte Hunter an der Inszenierung der Band, ließ seine Mitmusiker Posen einstudieren, bevor sie jemals öffentlich auftraten: Statt Anzüge zu tragen, wie etwa die Beatbands der „British Invasion“, die sich Mitte der 1960er in den Charts tummelten, oder auch die angegammelten Jeans, die die Uniform der Folk-Bewegung waren, griffen die Charlatans die Ästhetik viktorianischer Dandys auf: Gestärkte Hemden und maßgeschneiderte Westen kombinierten sie mit Westernelementen wie Cowboystiefeln und breitkrempigen Stetsonhüten.







