In welcher Schweiz möchten Sie lieber leben als in der heutigen?Die Unzufriedenheit über die Gegenwart ist gross. Inwiefern ist die Geschichte eine Inspiration für die Zukunft? Sechs Intellektuelle reisen zum 1. August durch die Zeit.31.07.2026, 05.30 Uhr10 LeseminutenWar in der Schweiz des 19. Jahrhunderts eine ganz andere Dynamik? Helvetia mit Lanze und Wappen, im Jahr 1896.Johannes Meiner / Schweizerisches NationalmuseumDas helvetische Sorgenbarometer schlägt nach oben aus. In Abstimmungskämpfen wird regelmässig von allen Seiten gewarnt vor dem Ende der Schweiz, wie wir sie kennen. Erleben wir gerade die nächste Hitzeperiode auf dem Weg in die Klimaapokalypse? Ist die direkte Demokratie unter Druck? Dass ökonomische Verwerfungen warten, scheint klar. Unklar nur, ob aufgrund von Zöllen und Kriegen oder durch künstliche Intelligenz.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.In Umfragen zeigt sich, dass das Vertrauen in die Institutionen abnimmt (wenn auch, wie immer in der Schweiz, auf höherem Niveau). Und immer droht die Polarisierung. Aus dem Verteidigungsministerium wird gewarnt, dass sich einerseits das Sicherheitsumfeld «erheblich» verschlechtert habe – und andererseits die Armee bei einem Luftangriff nur ein Minimalterritorium schützen könne.Die Liste liesse sich verlängern. Latente Unzufriedenheit scheint das Land der ewig glücklich Verschonten ergriffen zu haben – und ein Gefühl von: Früher war alles besser, leichter, sorgenloser.Aber in welcher Schweiz möchte man lieber leben als in der heutigen? Diese Frage geht an sechs Intellektuelle, von denen niemand die Vergangenheit verklären oder den Fortschritt rückgängig machen will. Aber sie reisen zum 1. August in Gesprächen, die wir aufgezeichnet haben, durch die Zeit: um in der Geschichte nach zukunftsträchtigen Schweizbildern zu fahnden.Mein helvetischer LieblingsgeistLudwig Hasler und die 1840er JahreLudwig HaslerKarin Hofer / NZZDer Mensch lebt nicht von dem, was er hat. Er lebt von dem, was er vorhat. Deshalb würde ich gerne meinen helvetischen Lieblingsgeist aus dem 19. Jahrhundert revitalisieren, als die Schweizer sich entschlossen, mehr zu sein als solide, voralpine Bauern, mehr als der homo alpinus, als den sie sich so gerne sehen. Sie brachen auf, um nicht mehr nur am Berg herumzukraxeln, sondern den Berg zu durchlöchern, Tunnel, Brücken, Eisenbahnen zu bauen. Man mag diesen Geist in Alfred Escher verkörpert sehen, ganz bestimmt wird er verdichtet in der Bundesstaatsgründung von 1848.Heute haben wir in der Schweiz nichts vor, wir haben kein Projekt. Die Bilder von der Zukunft entwerfen wir schon so zurückhaltend, dass sie niemanden verführen. Sie merken es, wenn Sie auf die Strasse schauen: Die ersten E-Autos sahen aus, als müssten sie sich dafür entschuldigen, ein Auto zu sein. Das zog einfach nicht. Und die neuen E-Autos sehen aus wie die alten Benziner, einfach ohne Farben, alles ist grau und schwarz, ein Leichenzug. Mir kommt es vor, als wollten wir in der Schweiz nicht mehr eine Zukunft, sondern nur noch eine Fristerstreckung für die Gegenwart. Dummerweise redet nur noch Donald Trump vom «goldenen Zeitalter».Dabei hätten wir in der Schweiz alle Mittel: Wir haben einen schönen Fleck Erde und das Glück, dass der Schöpfer keine Bodenschätze darunter versteckt hat, die uns reich und blöd machten. Wir sind Weltmeister im Verschontsein. Wir haben, auch dank dem Escher-Geist, eine ETH, die bei der Algorithmusforschung zur Weltspitze gehört, und wir haben eine lange Tradition der Feinmechanik – aus dieser Verbindung von neuer Technologie und altem Handwerk könnte eine glänzende und gleichzeitig verlässliche Zukunft entstehen.Wahrscheinlich hindert uns die Sattheit: Geht es einem so fabelhaft gut, will man alles, bloss keine Veränderung. Ich will nicht in der Vergangenheit ansässig werden, ich bin arm aufgewachsen, wer Retro-Sehnsüchte entwickelt, dem sage ich: Ich war da, es war nicht lustig, alle hatten grausame Zähne, der Kaffee war untrinkbar, von Sex und so weiter nicht zu reden. Das gilt auch für das 19. Jahrhundert. Aber die Hoffnung, allem zu entfliehen und vorwärtszustreben, wurde damals dominant und zu einer ungeheuren Kraft. Ob das bei gleichzeitigem Wohlstand möglich ist? Es ist eine Frage der Psychologie, und ich halte keine Psychologie für ein Naturgesetz.Ludwig Hasler ist Publizist und Philosoph. Er lebt in Zollikon.Die Schweiz, die widerstehtPeter Keller und die 1930er JahrePeter KellerPDIch denke manchmal, ich würde gerne das Leben meines Grossvaters durchleben. Er wurde 1899 in der Innerschweiz geboren. Ich könnte noch den Pioniergeist des 19. Jahrhunderts einatmen, käme einigermassen glimpflich durch die beiden Weltkriege und würde dann einen wahnsinnigen Modernisierungsschub erleben. Vor allem aber interessierte mich die Schweiz der 1930er Jahre, als sie bedroht war durch die Ideologien des Nationalsozialismus wie des Kommunismus. Im Bundesrat sassen Leute wie Philipp Etter – keine eindeutige Figur, aber einer, der die intellektuelle Kapazität hatte, um so etwas wie die geistige Landesverteidigung in eine politische Form zu bringen. Die Schweiz musste einen ungeheuerlichen Selbstbehauptungswillen entwickeln: Was macht uns aus im Gegensatz zu den braunen und den roten Totalitarismen?Dass ein Land die innere Kraft aufbrachte, um diesen Bewegungen zu widerstehen, das ist eine Anomalie. Natürlich gab es auch hier Frontisten und Kommunisten, aber in einem überschaubaren Rahmen. Die Besinnung auf die freiheitlichen Wurzeln der Schweiz hat die Gräben zwischen Stadt und Land, zwischen Linken und Rechten, zwischen Romandie und Deutschschweiz zugeschüttet. Im Jahr 1939 ist etwa Pro Helvetia entstanden, man schaffte es sogar, die Kunst und Kultur zu involvieren, sie waren teilweise sogar Treiber der geistigen Landesverteidigung. Die Filme, die entstanden, und die Geschichten von der Schweiz wurden sicher auch mythologisiert. Aber man muss das Ergebnis sehen: Die Schweiz widerstand.Die Leute waren zum Wesentlichen gezwungen: Haben wir genug zum Essen? Habe ich einen Job? Sie mussten das Leben ganz fundamental meistern können. Wer im wehrfähigen Alter war, wurde eingezogen, er musste sich gar nicht fragen: Werde ich Füsilier, oder fülle ich lieber als Zivildienstler im Schulhaus das Kopierpapier nach?Um damals leben zu können, dürfte man natürlich nicht wissen, welche Annehmlichkeiten das Jahr 2026 bietet. Bei der Zeitreise würde ich gerne den Geschirrspüler und die Zentralheizung mitnehmen. Aber um auf meinen Grossvater zurückzukommen: Vor allem in seinem letzten Lebensabschnitt gab es enorme Fortschritte, die Entwicklung in Richtung sehr breiten Wohlstands war rasant. Das ist entscheidend für das Grundgefühl einer Generation.Peter Keller aus Hergiswil ist Historiker und stellvertretender Generalsekretär der SVP.Als sehr viel möglich warSaïda Keller-Messahli und die 1980er JahreSaïda Keller-MessahliPDWenn ich mich richtig erinnere, habe ich mich in den 1980er Jahren freier gefühlt als heute. Als junge Frau erlebte ich in Zürich die Jugendbewegung in der Stimmung: Es ist sehr viel möglich. Die Bodenpreise in der Stadt waren nicht so hoch, viele konnten sich damals eine Wohnung oder ein Haus kaufen, ohne vorher geerbt zu haben. Es gab noch keine Handys und Social Media, es geschah schon damals viel Schlimmes auf der Welt, aber wir erfuhren nicht so unmittelbar davon. Den Kalten Krieg habe ich nicht als akute Bedrohung in Erinnerung. Der grosse Vorteil war: Er war übersichtlich – auf der einen Seite die Sowjetunion und ihre verbündeten Staaten, auf der anderen die sogenannte freie Welt. Die Verhältnisse waren klar.Ja, es gab die No-Future-Bewegung. Und die offene Drogenszene war ein brutales Kapitel. Aber was damals öffentlich stattfand, geschieht heute versteckt: In unserer Leistungsgesellschaft konsumieren so viele Leute Kokain, dass die Spuren im Abwasser in der Stadt Zürich deutlich zu sehen sind. Die Drogensucht ist nicht verschwunden, und es leiden viele Leute an psychischen Problemen, besonders junge Männer. Ich frage mich oft: Wovor haben sie Angst? Was hat sie aus der Bahn geworfen?Die Welt ist unübersichtlich geworden. Wir werden täglich eingedeckt mit so vielen Informationen, dass die Leute kaum noch filtern können: Was ist relevant und was nicht? Ich sehe es in meinem Arbeitsfeld: Der politische Islam frisst sich durch den öffentlichen Raum und durch die Institutionen, und die meisten Leute, auch Politiker, merken es nicht. Die Bedrohung kann heute von allen Seiten kommen: Handelskrieg, Klimawandel, Kriege um Bodenschätze. Wir leben in einer Zeit, in der Werte, von denen wir dachten, sie würden universell und für immer gelten, etwa das Völkerrecht, plötzlich nicht mehr gelten. Die Obszönität wird öffentlich zelebriert, von Reichen und Mächtigen wie Donald Trump, der die gegenwärtige Unübersichtlichkeit geradezu verkörpert.Insofern ist alles möglich. Und doch habe ich das Gefühl nicht mehr, das ich in den 1980er Jahren hatte: Wir haben alle Möglichkeiten.Saïda Keller-Messahli ist Romanistin, Islamismus-Expertin und Autorin.Wirksam werdenElisabeth Joris und die Jahre 1991–1996Elisabeth JorisPDDie frühen 1990er Jahre waren eine Zeit, in der sich die Welt neu ordnete und ich merkte: Wir sind nicht nur ein Grüpplein oder ein Verein, wir sind eine Bewegung, die sogar das Parlament erschrecken kann. Wir – das sind die sozialen Bewegungen, die nach 1968 entstanden sind und in denen ich als feministische Aktivistin politisch sozialisiert worden bin.Im Jahr 1991 war der erste grosse Frauenstreik. Als Frauen hatten wir damals absolut keine klassische Macht, weder Geld noch wichtige Ämter, aber plötzlich standen wir mit unseren Anliegen nicht mehr nur am Rand, sondern mitten auf der Strasse.Im März 1993 folgte die Nichtwahl von Christiane Brunner in den Bundesrat. Ich werde es nie vergessen, es schneite, wir protestierten auf dem Bundesplatz. Und die Ständeräte gingen verwundert an uns vorbei: Was machen diese Frauen hier? Sie waren naiv, ohne Gespür für die Bewegung, die da entstanden war. Ich war an beiden Tagen vor Ort, bei der Nichtwahl am ersten Mittwoch und bei der Wahl von Ruth Dreifuss am zweiten Mittwoch: Am Morgen unterrichtete ich Staatskunde und schaute mit der Klasse die Bundesratswahlen. Anschliessend fuhr ich mit dem Zug nach Bern. Da lag etwas in der Luft. Ohne diesen Erfolg hätte es 1996 kein Gleichstellungsgesetz gegeben, ein Meilenstein.Und im Jahr 1995 war ich als Vertreterin der Schweiz an der Uno-Frauenkonferenz in Peking. Es gab die Hoffnung vom Aufbruch, indem sich Frauen aus der ganzen Welt solidarisierten und fragten, wie die Ressourcen und das Geld gerechter verteilt werden könnten.Seither sind viele Hoffnungen geplatzt – auch das kündigte sich bereits damals an: Nachdem die Welt im Kalten Krieg in Blöcke eingeteilt gewesen war, begann nun der Nationalismus von heute, der in den brutalen Jugoslawienkriegen gipfelte. In Moskau brach die Zeit der Oligarchen an. Und so weiter. Das minderte meine Aufbruchsstimmung schon damals. Dennoch waren die frühen 1990er Jahre die Zeit, als Frauen wie ich spürten: Ich habe nicht mehr null Macht, ich kann politisch wirksam werden.Elisabeth Joris lebt als Historikerin in Zürich und ist Mitgründerin der Klimaseniorinnen.Schon fast verlorenKatja Gentinetta und das Jahr 2014Katja GentinettaBenjamin HoferObwohl ich mich stark mit Sicherheitsfragen beschäftige und unsere Freiheit derzeit akut bedroht sehe, möchte ich nicht zurück in eine andere Zeit.Für die Freiheit in der Schweiz kämpfen im Jahr 1848? Diese Freiheit galt ohnehin nur für die Männer. Die Revolution von 1968 mitmachen? Nein, dann hätte ich mich eher Marthe Gosteli im Kampf ums Frauenstimmrecht angeschlossen. In die Aufbruchsjahre nach dem Kalten Krieg reisen? Ich schrieb damals meine Dissertation unter dem Eindruck dieser Zeit zur Frage «Toleranz ohne Grenzen?». Oder zurück in die 1920er Jahre, um zu erleben, wie der Bundesrat sich auf die nahenden Gefahren vorbereitete? Es wäre ein Zurück in die Gegenwart. Militärminister Minger argumentierte damals ähnlich wie der Verteidigungsminister heute. Man hat auch damals erkannt, dass man nicht vorbereitet ist für einen Krieg – und blieb doch in parteipolitischen Kämpfen gefangen. Vielen Leuten war die Bedrohungslage nicht bewusst, obwohl die Nachrichtenlage längst klar war. Es gab Verharmlosungen und Fake News, nur wurden sie damals noch nicht so genannt.Wenn, dann würde ich zurückkehren wollen ins Jahr 2014, als Putin die Krim annektierte. Die grünen Männchen tauchten auf, und die Medien bezeichneten sie als «prorussische Separatisten», obwohl offensichtlich war, dass es sich um ausgebildete russische Einheiten handelte. Ich fragte mich: Wie kann man so naiv sein? Wir waren viel zu lange mit der Bewältigung der Finanzkrise absorbiert, es ging fast ausschliesslich um wirtschaftspolitische Fragen. Vermutlich kalkulierte Putin unsere Versäumnisse bereits ein.Ich begann damals, über diese Bedrohung zu schreiben, weil ich dachte: Wenn wir diese Annexion tolerieren, haben wir schon fast verloren. Im Jahr 2015 folgte die grosse Flüchtlingskrise, die mich an meine Dissertation erinnerte: Grenzenlose Toleranz ist keine Lösung. Zurück im Jahr 2014 könnte man versuchen, die Weichen anders zu stellen.Katja Gentinetta ist politische Philosophin und Beraterin. Sie präsidiert das Stapferhaus in Lenzburg.Wenn sich der Staub gelegt hatPhilipp Theisohn und das Jahr 2060Philipp TheisohnAyse YavasZwischen der Schweiz des Jahres 2026 und dem Heute liegt ein grosser Graben. Die klimatischen Veränderungen auf diesem Planeten haben natürlich Jahr um Jahr mehr Opfer gefordert, der Wasserstand wurde irgendwann ein ernsthaftes ökonomisches Thema, ebenso wie die dahintaumelnde Biodiversität und die versiegenden Erdölressourcen. Für jene, die es überlebt haben, steht jedoch auf der Habenseite: Weil auch der Wintersport aus den Bergen und der Autoverkehr aus den Städten verschwunden ist, gab es auf einmal Platz, Platz zum Denken. Als sich der Staub gelegt hatte, suchte uns eine ungeheure Stille heim. Und viel zu tun gab es nun ohnehin nicht mehr. Es hat sich also doch gelohnt, noch etwas dabeizubleiben.Und wenn wir uns einmal wieder in den Ruinen des Sozialarchivs zum Zeitvertreib aus alten Zeitungen vorlesen, wenn wir zurückdenken an damals, an diese 2020er Jahre, dann kommt uns diese Vergangenheit so fremd vor. So blind war sie gewesen für das, was eigentlich wichtig gewesen wäre. So überzeugt von ihren Zukunftstechnologien, die alles für alle revolutionieren und sich für sehr wenige rentieren sollten. So besessen von ihren Allerweltsdiskursen, von ihren Lagern und Blasen und Debattenbeiträgen, dass sie gar nicht bemerkte, dass die meisten Leute einfach nur unglücklich waren, weil ihre Welt, für jeden sichtbar, zu sinken begonnen hatte. Übrig geblieben waren Kakofonie, Feindbilder und Reinheitsphantasien, verloren gegangen hingegen Stil, intellektuelle Präzision und gute Erziehung. Jene kühle, distinguierte helvetische Noblesse, die wir etwa in Ausgaben der «Neuen Zürcher Zeitung» aus dem vorigen Jahrhundert ab und an bewundern konnten, hatte sich in die Fratze der «Swissness» verwandelt. Der Liberalismus, auch ein Kind der Eidgenossenschaft, vollendete seinen Zyklus; er endete im Plattformkapitalismus, auf dem die Leute ihre kontroversen Meinungen zu Markte trugen. Als die Serverfarmen in Flammen aufgingen, war es dann vorbei.So richtig blendend geht es uns heute auch nicht immer. Wir leben in keiner Idylle. Aber wir gehen doch höflich miteinander um und haben gelernt, einander gute Fragen zu stellen. Im Toggenburg soll es Stämme geben, die noch über Stromgeneratoren verfügen und dafür gerne auch einmal zum Spass die dorfeigene KI anwerfen. Wir anderen bekommen das mit der Selbstbefragung aber auch so hin. Wir haben alte Schallplatten gefunden und kennen unsere Lieder. Vor allem das eine, von einem Berner ist’s, der wissen will, warum wir denn eigentlich so traurig seien. Und wir antworten ihm: Wir sind’s gar nicht mehr so sehr. Es geht uns schon etwas besser.Philipp Theisohn ist Professor für neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Zürich. Er forscht unter anderem zur Literaturgeschichte der Schweiz und zur Science-Fiction.Passend zum Artikel