Extreme Wetterereignisse sind medial präsent. Aber über die Klimakrise, die dahinter steht, berichten Medien immer weniger.
W aldbrände in Spanien, Frankreich und Portugal, Überschwemmungen in Japan, 10.000 Hitzetote in Deutschland meldet das RKI. Über all diese Ereignisse wird berichtet – zumindest solange sie aktuell sind. Doch ausgerechnet die Berichterstattung über ihre gemeinsame Ursache, die Klimakrise, nimmt ab. Und das ist ein Problem.
Dabei waren wir doch auch mal an einem anderen Punkt. Das Bewusstsein für die Klimakrise war in vielen Redaktionen gewachsen, nicht zuletzt durch den Höhepunkt von Fridays for Future. Klimapolitik wurde zunehmend als Maßstab für Regierungshandeln betrachtet – ähnlich wie Außen- oder Sozialpolitik. Zwischenzeitlich wurden in Medienhäusern sogar neue Klimaredaktionen oder Tools geschaffen. Heute ist vieles davon zurückgegangen.
Wie deutlich dieser Rückgang inzwischen ist, zeigt eine aktuelle Untersuchung der Initiative Klima° vor acht. Demnach ist der Anteil der Sendeminuten zur Klimaberichterstattung in den Hauptprogrammen von ARD und ZDF auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung vor fünf Jahren gefallen. Während 2023 noch rund zwei Prozent der gesamten Sendezeit auf Klimathemen entfielen, liegt der Anteil inzwischen bei unter einem Prozent. Im Ersten sank er auf 0,8 Prozent, im ZDF auf 0,7 Prozent vom Gesamtprogramm.













