Erstmals gibt es in den Vorständen der großen deutschen Börsenunternehmen nicht mehr Frauen, sondern weniger als im Jahr davor. Ihr Anteil ist von 19,9 auf 19,1 Prozent gesunken. Gleichzeitig wächst die Zahl der Unternehmen, die als Zielgröße unverhohlen „null“ angeben, also schlicht keine Frau in ihr Führungsgremium berufen wollen. Na und, könnte man einwenden, auf ein paar Frauen mehr oder weniger kommt es nicht an. In einer der größten Wirtschaftsflauten der Nachkriegszeit haben Unternehmen andere Sorgen. Da setzt man lieber auf das Vertraute. Und vertraut heißt in deutschen Chefetagen: männlich, weiß, leicht ergraut.