Trotz Quotenvorgaben sinkt der Frauenanteil in Vorständen erstmals. Das zeigt: Es braucht dabei endlich mehr Verbindlichkeit.
Ein von sehr wenigen Vorstandvorsitzenden bei einem Dax-Unternehmen: Bettina Orlopp von der Commerzbank
Thilo Schmuelgen/reuters
S eit Beginn seiner Amtszeit rätselt Bundeskanzler Friedrich Merz, warum die deutsche Wirtschaft einfach nicht in Schwung kommt – und macht in seiner Ratlosigkeit Kranke und Teilzeitkräfte dafür verantwortlich. Dabei sollte er lieber auf die Chef:innenetagen der deutschen Wirtschaft schauen, die meist gar nicht gegendert werden müssen, da sie eben Chefetagen sind.
Kürzlich veröffentlichte der Verein Frauen in die Aufsichtsräte (FidAR) den Women-on-Board-Index 2026. Darin untersucht die Initiative den Frauenanteil in Aufsichtsräten, Vorständen und den zwei Führungsebenen unterhalb des Vorstands von 160 Unternehmen, die in DAX, MDAX und SDAX gelistet sind; außerdem 23 weitere börsennotierte und paritätisch mitbestimmte Unternehmen, in denen der Aufsichtsrat hälftig aus Anteilseignern und Arbeitnehmervertretern zusammengesetzt ist. 101 der untersuchten Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, bei Neubesetzungen im Aufsichtsrat mindestens 30 Prozent Frauen zu berücksichtigen.











