Hessen wird Sitz des nationalen Zentrums für Laserfusionsforschung. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt hat entschieden, das Darmstädter Start-up Focused Energy mit dem Aufbau eines nationalen Kompetenzzentrums zu beauftragen, mit dem die Bundesregierung die Fusionsindustrie voranbringen will. Im hessischen Biblis soll auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks von RWE ein Campus entstehen, auf dem Unternehmen gemeinsam mit Forschungseinrichtungen an der Laserfusion als Technik zur Energiegewinnung arbeiten, aber auch Lieferketten aufbauen sollen, um die Forschung in die industrielle Anwendung zu bringen.Dazu plant Focused Energy in Biblis in den nächsten zwei Jahren private Investitionen von 200 Millionen Euro, bis 2030 sollen rund 500 Millionen Euro investiert werden. Von dem Kompetenzzentrum sollen regionale Zulieferer und Industriepartner profitieren. Erst vor wenigen Wochen hat Focused Energy eine Finanzierung in Höhe von 240 Millionen US-Dollar abgeschlossen.Thomas Forner, Vorstandsvorsitzender und Mitgründer von Focused Energy, sagte, Laserfusion sei eine Technologie für die langfristige Sicherung sauberer, sicherer und bezahlbarer Energie. Das Zentrum in Biblis stärke nicht nur Forschung und Technologieentwicklung, „es schafft auch die industrielle Grundlage für eine neue Energieinfrastruktur“, so Forner. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) ergänzte, in Hessen entstehe der erste Laserfusionshub der Welt. Dies sei ein entscheidender Schritt auf dem Weg, Hessen zu einem führenden Standort für Spitzenforschung und Entwicklung der laserbasierten Kernfusion auszubauen.
Bund richtet nationales Zentrum für Laserfusion in Biblis ein
Das Bundesforschungsministerium hat entschieden, den Sitz des nationalen Laserfusionszentrums nach Hessen zu vergeben. Für den Standort in Biblis ist das ein wichtiges Signal.












