Während Feuerwehrleute weiter die Brandherde nahe der französischen Atlantikküste bei Bordeaux bekämpfen, hat der Staatsanwalt von Bordeaux die Ermittlungen wegen Brandstiftung beschleunigt. Am Mittwoch teilte Staatsanwalt Renaud Gaudeul mit, dass elf Personen wegen Brandstiftung beziehungsweise Gefährdung durch Feuer angeklagt worden seien.Untersucht wird auch die Brandursache in der Gemeinde Saumos, wo der Flächenbrand am 22. Juli seinen Ausgang nahm. Dem Vernehmen nach kam es bei Reinigungsarbeiten zur Entbuschung unter Hochspannungsmasten zu dem Feuer. Die Arbeiten waren von dem Stromversorgungsunternehmen Enedis in Auftrag gegeben worden, die Präfektur soll sie genehmigt haben.Feuerwerkskörper abgeschossenEine für die Entbuschung eingesetzte Maschine soll durch Funkensprung das Feuer ausgelöst haben. Unklar ist, warum der Brand nicht sofort gelöscht werden konnte. „Die Ermittlungen dauern noch an“, sagte Staatsanwalt Gaudeul am Mittwoch.Zwei mutmaßliche Brandstifter sitzen bereits in Untersuchungshaft. Dabei handelt es sich um einen Sanitäter, der am 24. Juli dabei ertappt wurde, wie er in der Nähe von Bordeaux Sträucher in Brand setzte. Der zweite Brandstifter ist ein Fünfzehnjähriger, der am 25. Juli festgenommen wurde, nachdem er im Norden von Bordeaux beim Zündeln erwischt wurde. Mehr als zwanzig Ermittler seien im Einsatz, teilte der Staatsanwalt von Bordeaux mit.Neun weitere Personen wurden wegen Verstößen gegen die Sicherheit anderer vor Gericht gestellt. Sie haben entweder in einem Waldgebiet geraucht und warfen ihre Kippen achtlos weg oder zündeten einen Grill im Wald an. Ein Verdächtiger schoss Feuerwerkskörper in einem Waldgebiet ab.