Nach dem verheerenden Brand im bekannten Wald von Fontainebleau südlich von Paris hat die Polizei sechs Menschen unter dem Verdacht der Brandstiftung festgenommen. Zwei Männer, darunter ein freiwilliger Feuerwehrmann, hätten zugegeben, den Brand mitverursacht zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit, wie die Zeitung „Le Parisien“ und der Sender BFMTV berichteten.Der örtliche Feuerwehrmann habe seine Mitwirkung demnach bereits gestanden. Der Verdächtige habe „zugegeben, in Arbonne-la-Forêt mit einem Feuerzeug und Benzin Reisig angezündet zu haben“, erklärte die Staatsanwältin Diane Ngomsik laut der Nachrichtenagentur Reuters. „Er ist ein Mann, Jahrgang 2007, ein freiwilliger Feuerwehrmann in Fontainebleau, und hat keine Vorstrafen“, fügt sie hinzu. Zum Motiv seiner Tat war zunächst nichts bekannt.Der andere Mann habe zudem „versehentlich durch das Wegwerfen seiner Zigarette ein weiteres Feuer ausgelöst“. Auch dieser Mann sei Jahrgang 2007 und bislang unbestraft. Der zuständige Richter sagte „Le Parisien“: „Es konnte keine Verbindung zwischen den beiden Verdächtigen nachgewiesen werden.“ Verkohlte Bäume nach dem verheerenden Feuer im Wald von Fontainebleau südlich von Paris. © dpa/EMMA DA SILVA Großbrand bei Paris verwüstet Fläche von rund 2250 Hektar Rund 850 Feuerwehrleute und vier Löschflugzeuge bekämpfen weiterhin das Feuer in dem Waldgebiet rund 60 Kilometer südlich von Paris, in dem sich auch das Schloss von Fontainebleau befindet. Rund 2250 Hektar Fläche wurden bereits von den Flammen in Mitleidenschaft gezogen. Satellitenaufnahmen vom 13. Juli 2026 zeigen eine enorme Rauchentwicklung im Wald von Fontainebleau, südöstlich von Paris. © AFP/HANDOUT Der zuständige Polizeichef, Pierre Ory, bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters am späten Dienstagabend, dass zwei große Brände in der Nähe des Waldes von Fontainebleau zwar immer noch wüten sollen, größtenteils aber „unter Kontrolle“ gebracht worden seien.Der Brand war am späten Sonntagnachmittag am Rande einer Autobahn ausgebrochen. Rund 800 Anwohner wurden seitdem in Sicherheit gebracht. Menschen kamen bisher nicht zu Schaden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach „unseren Feuerwehrleuten und Rettungskräften, die heute gegen die Brände kämpfen“, die Anerkennung der Nation aus.Wir werden wahrscheinlich ein Rekordjahr haben.Laurent Nunez, Frankreichs Innenminister zum aktuellen BrandjahrFrankreichs Innenminister Laurent Nunez erklärte am Montag, das Feuer wüte nur wenige Kilometer vom Schloss Fontainebleau entfernt, was den Einsatz beträchtlicher Ressourcen, darunter auch Löschflugzeuge und Hubschrauber, erfordere. Löschflugzeuge von Canadair flogen zum Wochenstart erstmals dicht über die französische Seine, um ihre Tanks mit Wasser zu füllen und das Feuer einzudämmen.Nunez betonte, dass der aktuelle Brand in Fontainebleau ein weiterer Beitrag zu einem Jahr sei, das in Frankreich wahrscheinlich als historisches Brandjahr in die Geschichte eingehen werde: Demnach seien in diesem Jahr bereits 32.000 Hektar verbrannt, mehr als die Gesamtfläche im Jahr 2025. „Wir werden wahrscheinlich ein Rekordjahr haben“, sagte er. „Angesichts dieser schweren Dürre haben wir damit gerechnet.“ (dpa, Reuters, Tsp)
„Er zündete mit Feuerzeug und Benzin Reisig an“: Feuerwehrmann gesteht Brandstiftung im Wald von Fontainebleau nahe Paris
850 Einsatzkräfte kämpfen gegen ein Flammenmeer bei Paris, während ein Feuerwehrmann und ein Raucher ihre Beteiligung an dem Waldbrand einräumen. Hunderte Anwohner werden in Sicherheit gebracht.












