Ein Mitglied der freiwilligen Feuerwehr hat sich zur Brandstiftung im Wald von Fontainebleau südlich von Paris bekannt. Der Mann habe gestanden, mit einem Feuerzeug und Benzin Reisig angezündet zu haben, teilte die Staatsanwältin Diane Ngomsik am Dienstag mit. Der seit Sonntag wütende Brand hat mittlerweile mehr als 2000 Hektar der »grünen Lunge« von Paris erfasst.
Insgesamt seien sechs Verdächtige in Polizeigewahrsam genommen worden, sagte die Staatsanwältin von Fontainebleau weiter. Einer von ihnen habe eingeräumt, versehentlich ein Feuer entfacht zu haben, als er eine Zigarettenkippe weggeworfen habe. Der Wald von Fontainebleau ist ein beliebtes Naherholungsziel für Pariser. Viele Menschen ignorieren jedoch die Verbote, im Wald zu zelten und zu grillen.Der riesige Waldbrand etwa 60 Kilometer südlich von Paris war am Dienstagmittag noch immer nicht unter Kontrolle. In der betroffenen Region waren vier Löschflugzeuge vom Typ Canadair im Einsatz, die im Niedrigflug Wasser aus der Seine schöpfen. Insgesamt wurden 1000 Menschen in Sicherheit gebracht. Etwa 850 Feuerwehrleute waren am Dienstag im Einsatz.
Das Feuer im Wald von Fontainebleau, der etwa 25.000 Hektar umfasst, war am Sonntag ausgebrochen. Es gibt zwei größere Brandherde, schnell war der Verdacht auf Brandstiftung aufgekeimt (mehr dazu hier).Landesweit Dutzende Menschen in GewahrsamWegen des anhaltenden Windes flammt das Feuer immer wieder auf, Vegetation und Böden sind stark ausgetrocknet. Frankreich erlebt derzeit die dritte Hitzewelle seit Beginn des Jahres. In 42 der 101 Départements gilt die höchste Dürrewarnstufe. Am Montag galt weiterhin in 37 von 101 Départements die höchste Hitzewarnstufe Rot. Dies betrifft etwa 26 Millionen Menschen.










