Stand: 29.07.2026 • 10:52 Uhr

Der mutmaßliche Attentäter vom Berliner CSD hatte sich früh radikalisiert. Als Konsequenz aus dem Anschlag will Familienministerin Prien Programme stärken, die solche Jugendliche aus dem Extremismus zurückholen sollen.

Nach dem islamistischen Anschlag am Rande des CSD in Berlin stellt Bundesfamilienministerin Karin Prien den Ländern mehr Geld für Angebote gegen Radikalisierung in Aussicht. Konkret geht es um fünf Millionen Euro aus dem Förderprogramm "Demokratie leben!", die bisher nicht dafür vorgesehen waren. "Ich könnte mir sehr gut vorstellen, diesen Betrag einzusetzen", sagte die CDU-Politikerin der Nachrichtenagentur dpa.

Der Anschlag in Berlin sei ein Anlass, das Förderprogramm bei der Extremismusprävention nachzuschärfen und dabei das Thema Deradikalisierung in den Fokus zu nehmen. Prien kündigte an, darüber mit den Ländern und mit Verbänden zu beraten, auch mit den muslimischen Gemeinschaften.

Neuausrichtung von Föderprogramm "Demokratie leben!"