Nach Abhör-Vorwurf: Staatsanwaltschaft sieht Tesla-Beschwerde als unbegründetDer US-Elektroautobauer Tesla ist mit dem Versuch gescheitert, die Ermittlungen gegen einen Gewerkschaftsvertreter im Streit um den Vorwurf eines unerlaubten Mitschnitts wieder ins Rollen zu bringen. Die Generalstaatsanwaltschaft des Landes Brandenburg wies eine Beschwerde des Unternehmens zurück, teilte der Leitende Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon der Deutschen Presse-Agentur mit. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ darüber berichtet.Der Streit zwischen dem Autobauer und der Gewerkschaft war im Rahmen der Betriebsratswahl im Winter eskaliert. Tesla warf einem Gewerkschaftssekretär der IG Metall vor, er habe mit seinem Laptop heimlich und unerlaubt die Betriebsratssitzung am 10. Februar in dem Werk aufgenommen, und erstattete Strafanzeige. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes sowie Verstoßes gegen das Betriebsverfassungsgesetz ein.Nach Auswertung eines Laptops ergaben sich laut Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) bei den Ermittlungen des Landeskriminalamts keine Anhaltspunkte für aufgezeichnete oder gespeicherte Aufnahmen. Damit konnte der Vorwurf von Tesla nach Ansicht der Ermittler nicht belegt werden. Das Unternehmen wollte erreichen, dass die Ermittlungen weitergehen. Tesla legte Beschwerde ein. Die Anwälte warfen der Staatsanwaltschaft vor, sie habe den Fall nicht ausreichend aufgeklärt, schrieb das „Handelsblatt“.„Die Beschwerde ist als unbegründet verworfen worden, weil nach dem entsprechenden Gutachten des Landeskriminalamts Brandenburg das in Rede stehende Notebook keine gespeicherten Daten der behaupteten Art enthält“, teilte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft der dpa mit. Zugleich seien „keine sonstigen Hinweise für entsprechende Aufnahmen oder eingeschaltete Mikrofone festzustellen“ gewesen.Stellantis verkauft Carsharing-Anbieter Der Autohersteller Stellantis verkauft seinen Carsharing-Anbieter Free2move, der auch in einigen deutschen Großstädten tätig ist. Käufer ist der Finanzinvestor Mutares mit Sitz in München, wie die beiden Unternehmen am Dienstag mitteilten. Die Opel-Muttergesellschaft Stellantis, zu der auch Marken wie Chrysler, Citroën, Peugeot und Fiat gehören, will sich in der aktuellen Autokrise auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. In der Bilanz für 2025 hatte der Konzern eine außerordentliche Abschreibung auf das Free2move-Geschäft von 164 Millionen Euro vorgenommen. Das Carsharing-Unternehmen ist in 14 Städten in Europa und den USA tätig, darunter Berlin, Hamburg, München und Köln. Mutares will nach eigenen Angaben nun das Management der internationalen Flotte „neu ausrichten“ und stärker auf batterieelektrische Fahrzeuge setzen. Die neuen Eigentümer sprechen von größerer Agilität, gezielten Investitionen und mehr operativer Flexibilität unter ihrem Dach. Free2move geht auf die französische Carsharing-Gesellschaft von Peugeot-Citroën zurück, die 2016 gegründet wurde. Vor vier Jahren hatte ⁠Free2move ​den ⁠deutschen Rivalen Share Now von Mercedes ‌und BMW übernommen. Der Abschluss der Transaktion soll bis Ende 2026 erfolgen, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.Urlauber ändern Buchungsverhalten wegen Bränden nichtDie verheerenden Waldbrände in Frankreich und Spanien ​führen der deutschen Reisebranche zufolge bisher nicht zu Umbuchungen in großem ⁠Stil. „Wir sehen aktuell keine Änderung des Buchungsverhaltens“, sagte eine Sprecherin des Deutschen Reiseverbandes (DRV) am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Die in diesem Sommer beliebtesten Flug-Pauschalreiseziele ‌seien die Türkei, Spanien und Griechenland. „Darüber hinaus erfreuen sich auch in diesem Jahr wieder Kreuzfahrten einer besonderen Beliebtheit“, sagte die Sprecherin. Audi kappt Prognose – Finanzchef pocht auf EinsparungenDer Ingolstädter Autobauer Audi kappt nach dem schwächsten ersten Halbjahr seit 2021 ​seine Prognose. Für das Gesamtjahr sagte die Volkswagen-Tochter am Montag nur noch Erlöse von 58 ⁠bis 63 Milliarden Euro voraus, das sind fünf Milliarden Euro weniger als noch im April prognostiziert. Auch die Rendite dürfte mit fünf bis sieben Prozent um einen Prozentpunkt niedriger ausfallen als bislang angenommen. ‌Derzeit ist Audi von dieser Rendite aber noch weit entfernt: Im ersten Halbjahr lag sie lediglich bei 3,8 Prozent.Finanzchef Jürgen Rittersberger sagte, die bereits eingeleiteten Sparmaßnahmen zeigten zwar Wirkung, reichten ‌aber nicht aus. „Wir müssen in dem ‌Umfeld, in dem wir uns bewegen, wettbewerbsfähiger und effizienter werden, an den Kostenstrukturen arbeiten und Entscheidungsprozesse schneller hinbekommen“, sagte er. Dabei werde es kein Gegeneinander der beiden Standorte Neckarsulm und Ingolstadt geben. „Wir haben Möglichkeiten, an beiden ​Standorten die Effizienz zu steigern“, sagte Rittersberger. „Wenn alle ⁠mithelfen, können wir eine Zukunft für Neckarsulm organisieren.“VW-Konzernchef Oliver Blume hatte zuletzt in einem intern veröffentlichten Interview gesagt, dass in ​Europa Überkapazitäten von 500.000 Fahrzeugen abgebaut werden müssten. Bislang könne in den 2030er Jahren keine Werksbelegung für die Werke Emden, Hannover, ⁠Zwickau und ‌Neckarsulm bestätigt werden. Derzeit können in Neckarsulm jährlich 225.000 Fahrzeuge gebaut werden, das sind rund 75.000 weniger als noch vor wenigen Jahren. An dem Standort laufen derzeit ausschließlich Verbrennerfahrzeuge vom Band. Laut Rittersberger ist bereits beschlossen, ⁠die Nachtschicht in ⁠dem Werk zu streichen. „Wir sind kontinuierlich dabei, die Kapazitäten auf die Marktlage anzupassen.“Audi leidet unter der Marktflaute ⁠in China ​und unter ⁠den Zöllen von US-Präsident Donald Trump. Mit 29,2 ​Milliarden Euro erwirtschaftete der Autobauer mit den vier Ringen als ‌Logo im ersten Halbjahr so wenig Umsatz wie in der Corona-Krise 2021 nicht mehr, der Gewinn lag ​mit 1,1 Milliarden Euro unter dem Strich um ​220 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Erwartungen der Unternehmen verbessern sichDie Stimmung der deutschen Wirtschaft hat sich im Juli aufgehellt. Der vom Ifo-Institut im München ermittelte Geschäftsklimaindex stieg auf über 86 Punkte und damit etwas stärker als erwartet. Grund dafür sind bessere Erwartungen für die künftige Entwicklung der Geschäfte. Ihre aktuelle Lage schätzen die Unternehmen dagegen schlechter ein. Grund dafür ist der Krieg zwischen den USA und Iran. Dieser hat zu steigenden Ölpreisen und Einschränkungen für den Schiffsverkehr geführt. Langfristig kämpft die deutsche Wirtschaft mit strukturellen Krisen und sinkenden Investitionen. Beispiel dafür ist die Autobranche als einstiger Exportgarant. Sie streicht nun Stellen und diskutiert über die Schließung von Fabriken. Der Volkswirt Marc Schattenberg von der Deutschen Bank sieht die Ifo-Daten als positives Signal für den Start der deutschen Wirtschaft in das dritte Quartal und erwartet für das Gesamtjahr ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent. „Das Ifo-Geschäftsklima überrascht im Juli positiv und steigt auf den höchsten Stand seit Februar“, sagt Schattenberg. Vor allem die jüngsten Reformbeschlüsse der Bundesregierung dürften den Optimismus vieler Unternehmen gestärkt haben. Ein Wermutstropfen sei die leichte Eintrübung in der Lagebeurteilung. Die jüngste Eskalation im Persischen Golf und der damit verbundene abermalige Anstieg der Öl- und Gaspreise dürften hier laut Schattenberg belastet haben und auch für die nächsten Monate ein Risiko bleiben.Steffen Bilger wird neuer Verkehrsminister Der baden-württembergische Abgeordnete Steffen Bilger soll Nachfolger des bisherigen Bundesverkehrsministers Patrick Schnieder werden. Das teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius laut Nachrichtenagentur dpa am Sonntagabend mit. Schnieder hatte Bundeskanzler Friedrich Merz um Entlassung gebeten. Der Wechsel an der Spitze des Verkehrsressorts ist Teil einer Umbildung der Bundesregierung, die durch den Rücktritt von Jens Spahn ins Rollen gekommen war. Zunächst war nicht klar, wer neuer Verkehrsminister werden soll. Auf den Nachfolger von Schnieder warten mit der maroden Infrastruktur und der verspätungsgeplagten Bahn schwere und dringende Aufgaben. Nvidia und Südkoreas SK Group starten KI-Initiative über 500 Milliarden DollarDer amerikanische KI-Konzern Nvidia und ​die südkoreanische SK Group haben eine mehr als 500 Milliarden Dollar schwere KI-Initiative für große KI-Rechenzentren und Speicher der nächsten ‌Generation vorgestellt. Die Initiative umfasse eine langfristige Partnerschaft mit SK Hynix, um die Versorgung mit Speicherchips ‌der ‌nächsten Generation für Nvidia zu sichern und gemeinsam Hochleistungsspeicher für KI-Anwendungen zu entwickeln, teilte Nvidia mit.Im Rahmen ⁠der Initiative plane SK Telecom zudem den Bau eines zwei Gigawatt ​starken KI-Rechenzentrums, das mit Nvidias Vera-Rubin-Chips und dem ⁠HBM4-Hochleistungsspeicher von SK ‌Hynix betrieben werde. Die erste Anlage solle im Jahr 2027 in Betrieb gehen. Unabhängig davon wollen ⁠Nvidia, Naver ⁠und Brookfield das KI-Rechenzentrum von Naver in Südkorea ⁠erweitern.Mehr ladenTickarooLive Blog Software