Das Satellitennetzwerk Amazon Leo (ehemals Project Kuiper) plant, Smartphones und andere mobile Geräte direkt aus dem Weltraum zu vernetzen und so Sprach- und Datenverbindungen auch in Gebieten ohne Mobilfunkempfang bereitzustellen. Dafür hat Amazon bei der US-amerikanischen Telekommunikationsaufsicht Federal Communications Commission (FCC) einen Antrag auf Einführung und Betrieb des Amazon Leo Direct-to-Device (D2D)-Systems eingereicht. Das teilte der Konzern am Montag mit. Die Konstellation soll bis zu 5.105 Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn umfassen und ab 2028 einsatzbereit sein.
Der Antrag erfolgt nach der im April getroffenen Fusionsvereinbarung zwischen Amazon und dem Satellitenkommunikationsanbieter Globalstar. Globalstar, an dem zu 20 Prozent Apple beteiligt ist, bietet D2D-Dienste, also Verbindungen zwischen Satelliten und Endgeräten, für Millionen von iPhone-Nutzern, indem es Notfallnachrichten, Standortfreigabe und Pannenhilfe ermöglicht, wenn diese sich außerhalb der Reichweite terrestrischer Netzwerke befinden. Die Globalstar-Übernahme ermöglicht es Amazon, D2D-Dienste in sein wachsendes Netzwerk von Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn zu integrieren. „Das D2D-System wird parallel zu Leos Satelliten-Breitbandsystemen der ersten und zweiten Generation sowie zu Globalstars Satellitenkonstellationen HIBLEO und C-3 betrieben und erweitert die Leo-Satellitenkonstellation direkt auf kompatible Mobilgeräte“, heißt es in der Presseerklärung von Amazon. Das Leo D2D-System ergänzt also den Breitband-Internetdienst des Satellitennetzwerkes.













