Ohne ein bestimmtes Accessoire fährt Manuela Reiner nicht mehr zur Arbeit. Weil die Pendlerin in der Regionalbahn RB26 oft keinen freien Platz mehr findet, bringt sie neuerdings ihre eigene Sitzgelegenheit mit. „Ich habe mir einen Angelhocker besorgt“, berichtet Reiner.„Er passt bequem in den Rucksack und ist auch auf Bahnhöfen gut zu gebrauchen“, erklärt der Stammfahrgast aus dem Landkreis Märkisch-Oderland. Reiner ist nicht die Einzige, die auf der Ostbahn zwischen Berlin, Strausberg und Kostrzyn (Küstrin) mit einem Faltstuhl einsteigt.Die Idee stammt aus der Facebook-Gruppe für die Linie RB26, in der sich Fahrgäste über volle Züge, Ausfälle und Betriebsstörungen austauschen. Seit Jahren wird über die schlechte Betriebsqualität auf der Strecke östlich von Berlin geklagt. Jetzt greifen Pendler zur Nothilfe.
Bahnverkehr
Regionalverkehr in Berlin und Brandenburg: Was Bahn-Pendler bis 2028 erwartet
Die Notlösung für die RB26: Ein Hocker aus dem Baumarkt
„Nicht ohne meinen Angelhocker“: Dieses Motto zeigt, wie findig manche Fahrgäste inzwischen sind. Wenn die Regionalbahn statt aus zwei Triebwagen mal wieder nur aus einem Zugteil besteht, können sie dank dieser Vorsorgemaßnahme trotzdem im Sitzen reisen.








