Abdul B. ist in Berlin geboren und aufgewachsen – und wollte er für den IS kämpfen. Was über den Radikalisierungsweg des CSD-Attentäters bekannt ist.

Abdul B., mutmaßlicher CSD-Attentäter

Polizei Berlin/Handout/reuters

Drei- bis viermal pro Woche besucht Abdul B. 2022 Kurse bei seinem Imam. Der 16-Jährige hat seinen Schulabschluss und sucht eine handwerkliche Ausbildung. Vor Gericht zeigt er sich reumütig. Bei einer räuberischen Erpressung habe er wohl mitgemacht, „um cool zu wirken“, hält das Amtsgericht Tiergarten fest.

Zwei Jahre später verbreitet B. auf Instagram Propaganda des sogenannten Islamischen Staates (IS). 2025 versucht er nach Überzeugung des Gerichts nach Syrien zu gelangen und sich dem IS anzuschließen. Was dazwischen passiert, lässt sich nur teilweise rekonstruieren.