Vulkane, riesige Grabenbruchsysteme: Auf unserem Nachbarplaneten Venus gibt es tektonische Aktivität – sogar recht viel, wie eine aktuelle Studie nachweist.
Auf der Venus gibt es riesige Grabenbrüche, vergleichbar etwa dem Oberrheingraben in Südwestdeutschland oder dem Ostafrikanischen Graben. Auf der Venus sind diese Grabensysteme 10.000 Kilometer lang. Bislang ging die Wissenschaft davon aus, dass sie über 100 Millionen Jahre alt sind. Nach der Studie, die in der Fachzeitschrift Nature Geoscience erschienen ist, sind sie wahrscheinlich deutlich jünger und verändern sich immer noch.
Das Team um Geophysiker Taras Gerya hat die Gräben hochaufgelöst und dreidimensional mit einem Computermodell simuliert. Bei diesen thermomechanischen Simulationen werden Temperatur, Gesteinsfestigkeit und Verformung gemeinsam berechnet.
In den Modellen bildeten sich an den Rändern junger Grabenbrüche der Flanke steile, breite Erhebungen, Riftflanken genannt. Diese sind ein Zeichen dafür, dass es in den Gräben noch geologische Aktivität gibt oder bis vor kurzer Zeit gegeben hat.
Ältere Flanken sind flacher













