PfadnavigationHomeRegionalesHamburgSicherheitsvorkehrungenWie sich Hamburgs CSD nach dem tödlichen Anschlag in Berlin verändertStand: 15:59 UhrLesedauer: 2 MinutenHamburg: Ein Trauerflor ist an der Pride-Fahne vor dem Hamburger Rathaus angebrachtQuelle: Markus Scholz/dpaDer tödliche Angriff auf den CSD in Berlin verändert Hamburgs Pride Week. Die Polizei stockt die Kräfte auf, sichert die Strecke mit Sperren und setzt auf Präsenz. „Wir werden sehr präsent und ansprechbar sein“, kündigt ein Sprecher an.Nach dem mutmaßlich islamistischen Angriff auf feiernde Menschen beim Christopher Street Day in Berlin will die Polizei den CSD in Hamburg am kommenden Wochenende mit mehr Personal schützen. Zu der Demonstration in der Hansestadt erwarten die Veranstalter nach Angaben der Polizei 250.000 Teilnehmer.Die Zahl der Einsatzkräfte für die große Demonstration am Samstag werde noch einmal erhöht, teilte ein Polizeisprecher mit, ohne konkrete Zahlen zu nennen. „Ob vor, während oder nach der Demo, wir werden für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr präsent und ansprechbar sein“, sagte der Sprecher.Ein 21-jähriger Deutscher mit libanesischen Wurzeln und Verbindungen zum islamistischen Terror soll am Rande des Berliner CSD am Samstagabend Menschen mit einem Van angefahren und mit einer Stichwaffe angegriffen haben. Eine Frau wurde getötet, weitere 29 Menschen teils lebensgefährlich verletzt. Bei seiner Festnahme am Sonntagabend wurde Abdul B. von Einsatzkräften erschossen.Lesen Sie auchDer Hamburger Polizeisprecher betonte: „Die Polizei steht fest an der Seite der queeren Community und leistet ihren Beitrag dafür, dass der CSD und alle Veranstaltungen der Pride Week sicher stattfinden können.“Für Deutschland gelte eine abstrakt hohe Gefährdungslage, entsprechend wachsam seien die Sicherheitsbehörden. Für die Veranstaltungen rund um den Hamburger CSD bestünden jedoch keine konkreten Gefährdungshinweise. Die Polizei greife auf ihr bewährtes Einsatzkonzept zurück. Streckenschutz und technische Sperren zum Überfahrschutz seien dabei wichtige Elemente.Mit der Pride Week findet seit vergangenem Wochenende eine der größten queeren Veranstaltungsreihen der Stadt statt. Zahlreiche Veranstaltungen wie Lesungen und Workshops münden in die große CSD-Demonstration am 1. August, die traditionell den Höhepunkt der Aktionswoche bildet. dpa/jaw