Wenn der Schock vom Wochenende vorüber ist, muss die queere Community ihre Wut in Aktivismus verwandeln -und dafür auch ihre innere Spaltung überwinden.
A m CSD-Freitag durfte ich zusammen mit Fabian Grischkat den „Demokratieabend“ am Brandenburger Tor moderieren. Wir schauten von der Bühne herunter in ausnahmslos offene, fröhliche Gesichter.
Ein bisschen mehr als 48 Stunden später stand ich wieder am Brandenburger Tor auf einer Bühne mit einem Mikro vorm Gesicht. Die Sorglosigkeit war aus den Gesichtern im Publikum jedoch verschwunden und hatte Trauer Platz gemacht. Wut. Verzweiflung.
Wir alle standen da und waren überwältigt von der Schwere des Verlusts. Der Angriff galt uns allen. Und das, obwohl wir als Community ja wirklich nichts anderes wollen, als in Ruhe und Frieden leben und lieben zu dürfen. Nie wieder wird ein CSD in Berlin einfach nur ein CSD sein. Ab sofort ist er immer auch ein Memorial.
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