Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat am Sonntagnachmittag in Berlin an einem Trauergottesdienst für die Opfer des tödlichen Anschlags auf den Christopher Street Day teilgenommen. Die Gedenkveranstaltung fand in der St. Marienkirche am Alexanderplatz statt.
Schon vor Beginn herrscht in der Kirche eine ruhige Aufregung. Die Bänke sind vollständig besetzt, zwischen den Reihen sind vereinzelt Regenbogenflaggen zu sehen. Polizeibeamte stehen an den Eingängen, immer wieder läuft jemand durch das Kirchenschiff und sucht nach einem freien Platz. Jeder kann hereinkommen, es gilt freie Platzwahl.
Nicht einmal 19 Stunden nach dem Anschlag im Tiergarten
Als Merz die Kirche betritt, bringt er für einige Minuten Unruhe in die heiligen Mauern. Sicherheitsleute, Mitarbeiter und Pressevertreter folgen ihm durch den Mittelgang. Köpfe drehen sich, Mobiltelefone werden gehoben. Manche Besucher wechseln noch einmal den Platz, um das Gesicht des Kanzlers sehen zu können. Merz geht nach vorn und setzt sich auf eine Bank in einer der ersten Reihen.
Es dauert einen Moment, bis sich das Gewusel legt. Dann wird es langsam still und Orgelmusik erklingt. Es sind nicht einmal 19 Stunden seit dem Anschlag vergangen.











