So gut wie jeder kennt jemanden, dem es schon mal passiert ist: Der Lappen ist weg. Zu viele Punkte in Flensburg, einmal zu oft geblitzt worden, oder mit ein paar Promille zu viel in eine Verkehrskontrolle geraten – schon wird einem der Führerschein weggenommen. Um ihn wiederzubekommen, reicht es meistens nicht, die Strafe zu verbüßen. In vielen Fällen entscheidet die Führerscheinstelle, den Verkehrssünder überdies zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung zu schicken, kurz MPU, oder wie der Volksmund liebevoll dazu sagt: zum Idiotentest. Dieser ist so komplex, dass man ihn ohne eine professionelle Vorbereitung praktisch kaum bewältigen kann.
Wir sprechen mit Michael Fischer, MPU-Berater und geprüfter Verkehrspädagoge, der sich mit seiner Firma Eins-Komma-Eins genau dieser Herausforderung widmet.
Herr Fischer, was muss man als Autofahrer anstellen, um eine MPU aufgebrummt zu bekommen?Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die bekannteste ist wahrscheinlich Alkohol am Steuer. Ab 1,1 Promille ist es möglich, dass die Fahrerlaubnis-Behörde eine MPU anordnet. Beim Drogenkonsum passiert das logischerweise auch. Seit der Legalisierung von Marihuana liegt die Grenze der Fahrtauglichkeit jetzt bei 3,5 Nanogramm pro Milliliter Blutserum. Das wird aber von vielen unterschätzt. Und wenn wir von solchen Sachen wie Amphetaminen oder Kokain oder Crystal Meth sprechen – da ist dann natürlich sofort eine MPU fällig.Zuletzt gibt es noch die Verkehrsdelikte. Also wenn man sein Punktekonto in Flensburg voll hat, oder gewisse Straftaten vorliegen. Ich hatte gerade einen Fall von illegalem Autorennen. Bei so was kann auch unter 8 Punkten eine MPU angeordnet werden.











