PfadnavigationHomePolitikDeutschlandChaotische Personalrochade„Skandalös“, „das Allerletzte“, „Willkür“ – Jetzt attackiert die eigene Partei MerzStand: 15:52 UhrLesedauer: 2 MinutenDer Kabinettsumbau von Kanzler Merz gerät ins Stocken: Nach der geplanten Entlassung von Verkehrsminister Schnieder sagte der designierte Nachfolger kurzfristig ab. Kanzler Merz stehe vor einem Grundsatzproblem, berichtet Reporter Marco Reinke.Friedrich Merz steht wegen des Umgangs mit Verkehrsminister Patrick Schnieder jetzt auch parteiintern unter Druck. Es herrsche Kopfschütteln, heißt es aus Rheinland‑Pfalz. Auch ein früherer Kanzleramtschef meldet sich zu Wort.Nach der misslungenen Personalrochade steht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) massiv in der Kritik. In der Union wird das Vorgehen als „planlos“ und „chaotisch“ beschrieben. Vergleiche mit der Sommerpause im vergangenen Jahr werden gezogen, als der Streit um die Besetzung eines Richterpostens am Bundesverfassungsgericht zu einer Koalitionskrise führte.Auch in der rheinland-pfälzischen CDU wird Kritik am Umgang mit Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) laut. „Was Merz jetzt mit Patrick Schnieder macht, ist für uns alle unverständlich, ich halte es für skandalös“, sagte Gerhard Kauth, Vorsitzender von Schnieders CDU-Gemeindeverband Arzfeld, dem Berliner „Tagesspiegel“. „Vom Stil her ist das das Allerletzte. In ganz Rheinland-Pfalz herrscht Kopfschütteln, versteht das kein Mensch.“++ Alle Entwicklungen zum Kabinettsumbau im Liveticker ++Merz möchte seinen Parteifreund Schnieder eigentlich als Verkehrsminister entlassen, doch dazu ist es bisher nicht gekommen. Der als Nachfolger vorgesehene CDU-Finanzexperte Fritz Güntzler sagte dem Kanzler am Donnerstagabend erst zu, am Freitagmorgen dann aber aus fachlichen Gründen wieder ab. Schnieder hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits von einzelnen Bundestagsabgeordneten in einer SMS verabschiedet. Zurzeit ist offen, wie es weitergeht.Lesen Sie auchSchnieders Bruder, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU), teilte auf der Plattform X kommentarlos eine kritische Nachricht des früheren Kanzleramtschefs Peter Altmaier (CDU) zum Umgang mit dem Parteifreund. Er kenne und schätze Patrick Schnieder seit anderthalb Jahrzehnten, schrieb Altmaier, ein langjähriger Vertrauter von Ex-Kanzlerin Angela Merkel. „Er ist ein erfahrener Fachmann, harter Arbeiter und großartiger Mensch & Freund. Der Umgang mit ihm macht mich betroffen & wütend.“ Das Vorgehen werde weder Schnieders Person noch seiner Leistung gerecht.