Der chaotische Ablauf der Personalrochade in der Bundesregierung hat in der Unionsfraktion offenbar für Spott und Ärger über den eigenen Kanzler gesorgt. Wie „Stern“-Reporter Julius Betschka berichtet, kursieren in der Fraktion von CDU/CSU Memes. Etwa ein unechtes Titelblatt der „Bild am Sonntag“ mit der satirischen Überschrift „Polit-Beben im Kanzleramt. Jetzt reicht es ihm. Bundeskanzler entlässt Merz!“.CDU-Mitglied Frank Sarfeld postete ein weiteres Bild, das laut seiner Aussage ebenfalls in der Fraktion kursiere. Es zeigt Verkehrsminister Patrick Schnieder neben der Aussage „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Sarfeld schrieb dazu: „So geht man unter Christdemokraten nicht miteinander um. Merz hat quasi alle von der CDU gestellten Minister und Staatsminister unter Ablöseverdacht gestellt.“Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. Güntzler sagte offenbar mitten in der Nacht ab Hintergrund ist der Versuch von Kanzler Merz, seinen Verkehrsminister abzusetzen. Schnieder wurde bereits über seine Entlassung informiert, welche am heutigen Freitag von Merz verkündet werden sollte. Doch dann soll der designierte Nachfolger Fritz Güntzler laut „Bild“ kurzfristig in der Nacht zu Freitag per SMS aus familiären Gründen doch wieder abgesagt haben, nachdem er Merz ursprünglich zugesagt hatte. Wollte offenbar doch nicht mehr Minister werden: Fritz Güntzler © IMAGO/dts Nachrichtenagentur/IMAGO/dts Nachrichtenagentur Da Merz so schnell keinen Plan B hatte, die Pressekonferenz zum Kabinettsumbau aber bereits anberaumt war, ließ der Kanzler das Thema zunächst einfach aus. Schnieder bleibt demnach vorerst im Amt. Es ist laut Tagesspiegel-Informationen aber nur eine Frage der Zeit, bis Merz einen anderen Nachfolger findet und Schnieder auch offiziell ablöst. Er werde „zu gegebener ‌Zeit“ über weitere Änderungen im Kabinett informieren, sagte Merz.Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. Das Satiremagazin „Der Postillon“ vermischte das Personalchaos unterdessen mit der ebenfalls am Vormittag stattgefundenen Vorstellung des neuen Fußball-Nationaltrainers Jürgen Klopp und scherzte: „Personalrochade gerät außer Kontrolle: Jürgen Klopp als neuer Verkehrsminister vorgestellt“. (Tsp)