GesamtSieg ist greifbar : Pogačar siegt bei legendärer Bergankunft in Alpe d'Huez24.07.2026, 18:09Lesezeit: 2 Min.Ein Virus, das ihn hemmen könnte? Bei Tadej Pogačars Sieg am mythischen Anstieg nichts zu spüren. Wieder einmal fährt der Slowene allen davon und erringt einen Sieg, der ihm bislang noch fehlte.Titelverteidiger Tadej Pogačar hat bei der Tour de France die Bergankunft zur legendären Skistation in Alpe d'Huez gewonnen und seine Gesamtführung weiter ausgebaut. Der Weltmeister triumphierte auf der 19. Etappe nach 127,9 Kilometern. Er gewann erstmals an dem geschichtsträchtigen Anstieg und fügte seinen zahlreichen Erfolgen noch einen bedeutenden hinzu.Mit wenigen Sekunden Rückstand fuhren der Franzose Lenny Martinez und Richard Carapaz aus Ecuador auf die Plätze zwei und drei. Trotz der Krankheitswelle in seinem UAE-Team ist dem slowenischen Ausnahmefahrer das Gelbe Trikot bei der 113. Frankreich-Rundfahrt damit kaum mehr zu nehmen.Pogačar stürmte die 21 berühmten Serpentinen in rekordverdächtigem Tempo hinauf. Wieder einmal fuhr er in seiner eigenen Liga, seine Rivalen ließ er förmlich am Berg stehen. 900 Meter vor dem Ziel schüttelte er mit Martinez und Carapaz auch die letzten Ausreißer ab. Seine größten Rivalen im Gesamtklassement hatten im Ziel an diesem Tag gut zweieinhalb Minuten Rückstand.Mehr als sieben Minuten VorsprungVor Teil zwei des Alpe-d'Huez-Spektakels am Samstag liegt Pogačar in der Gesamtwertung nun komfortable 7:11 Minuten vor Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel und 9:42 Minuten vor dem Mexikaner Isaac del Toro. Nur ein Sturz oder eine Krankheit können den Weltmeister wohl noch stoppen. Letzteres sorgt bei UAE für Alarmstimmung: Ein Virus geht um, mehrere Fahrer waren auf den letzten Etappen bereits arg beeinträchtigt.Pogačars Helfer Nils Politt zeigte sich noch nicht beunruhigt. „Man hört von vielen Fahrern im Feld, dass sie angeschlagen sind und krank sind“, sagte er. Die Profis aus dem UAE-Team haben schon während der gesamten Rundfahrt Einzelzimmer. „Wir versuchen uns zu separieren“, so Politt. Am Abend vor der Etappe hätten diejenigen mit Beschwerden auf dem Zimmer gegessen.Pogačars Tempo zerstört die Hoffnungen der AusreißerPogačar war in Alpe d'Huez jedenfalls in prächtiger Form. Bereits 13 Kilometer vor dem Ziel setzte er die entscheidende Attacke, keiner seiner Rivalen konnte ihm mehr folgen. In den Schlussanstieg war noch eine 15-köpfige Ausreißergruppe mit mehr als drei Minuten Vorsprung gegangen. Doch bei dem höllischen Tempo von Pogačar schmolz ihr Vorsprung schnell.Für den Slowenen ist es der 26. Tour-Etappensieg seiner Karriere. Damit stehen in der Rekordliste nur noch der frühere Sprintexperte Mark Cavendish (35) und die beiden Fünffach-Toursieger Eddy Merckx (34) und Bernard Hinault (28) vor ihm. Bereits am Samstag winkt der nächste Etappensieg, wenn die Etappe wieder in Alpe d'Huez endet. Insgesamt warten auf die Fahrer dann 5.450 Höhenmeter und drei Berge der höchsten Kategorie.In der Gesamtwertung liegt Pogačar nun über sieben Minuten vor dem Belgier Remco Evenepoel, der am Freitag im Kampf um Platz zwei einen kleinen Nadelstich setzte, als er sich von seinen Konkurrenten lösen und einige Sekunden Vorsprung herausfahren konnte. Vor der Krönung am Sonntag in Paris muss er aber noch die Königsetappe am Samstag meistern.
Tour de France 2026: Pogačar siegt erstmals in Alpe d'Huez
Ein Virus, das ihn hemmen könnte? Bei Tadej Pogačars Sieg am mythischen Anstieg nichts zu spüren. Wieder einmal fährt der Slowene allen davon und erringt einen Sieg, der ihm bislang noch fehlte.











