Ab jetzt: Die Chefin Kanzleramt. Nina Warken, 47, wird als erste Frau in der Geschichte der Republik das Kanzleramt führen. Und noch eine weitere Frau steigt auf: Als Topkandidatin für das Amt des Generalsekretärs gilt Franziska Hoppermann, 44. Sie wäre die dritte Frau auf dem einflussreichen Posten nach Angela Merkel und Annegret-Kramp-Karrenbauer. Damit würden künftig zwei Frauen – statt keiner – für die CDU im Koalitionsausschuss sitzen, dem wichtigsten Steuerungsgremium der Regierung.
Carsten Linnemann, der bisherige General, wechselt als Warkens Nachfolger ins Gesundheitsministerium. Und der Kanzler holt noch ein bisschen weiter aus: Philipp Amthor, bislang Staatssekretär im Digitalministerium, soll künftig im Kanzleramt die Zusammenarbeit mit den Bundesländern koordinieren – und verbessern. Patrick Schnieder, der Verkehrsminister, soll seinen Platz an den Finanzexperten Fritz Güntzler abgeben.
Dass sich die männlichen Personalien gewissermaßen als Nebenwirkung der zentralen Veränderungen ergeben, nicht gerade Gedöns, aber doch nachrangig – das hat es in der CDU unter Friedrich Merz noch nicht gegeben. In Kombination mit der Besetzung von Thorsten Frei als neuem Fraktionschef hat der Kanzler damit eine Lösung gefunden, die einerseits auf der bekannten Merzschen Linie liegt – enge Vertraute an wichtigen Schaltstellen – und zugleich etwas Neues wagt.












