Manche Läden schaffen es, diesen ganz besonderen Vibe zu erzeugen, sodass alle plötzlich hinrennen. Das Pinci in Mitte funktioniert so. Eine lässige Tages- und Aperitivo-Bar, die ein rauschender Erfolg ist, weil wir Berliner uns hier kollektiv auf den Italienurlaub einstimmen.

Was solche Orte noch ausmacht? Man kommt auf einen Drink und sitzt drei Stunden später immer noch da. Ständig läuft einem jemand über den Weg, den man kennt oder kennenlernen möchte. Ständig bestellt jemand „noch schnell“ einen Happen, eine weitere Runde. Das Essen geschieht eher nebenbei.

Der Laden vibriert, drinnen wie draußen

Statt komplexer Gerichte gibt es einfache Teller, die man mit guten Produkten, ein paar Handgriffen und maximal einer Kochplatte zusammenbaut. Soweit das Pinci. Nun hat sich das Gastro-Trio hinter dem Pinci aber nicht an die nächste Aperitivo-Bar gewagt, sondern an eine richtige Trattoria. Eine, die nicht nur Drinks und Kleinigkeiten, sondern auch das Essen seriös nimmt. Breda heißt sie. Und wie zu erwarten war, redeten bereits vor der Eröffnung alle darüber, wie großartig es dort sein werde. Donnerstagabend. Der Laden vibriert, drinnen wie draußen. Es ist einer dieser Sommerabende, an denen niemand nach Hause möchte. Natürlich habe ich reserviert. Anders hat man hier keine Chance. Ich komme mit einer Freundin an. Draußen ist kein Platz für uns, also rein. Wobei das kaum einen Unterschied macht.