Es musste alles ganz schnell gehen, absolute Dringlichkeit. Fünf Wochen gestand Frankreichs Justizminister Gérald Darmanin den Staatsanwälten im Land nur zu, um Zehntausende sogenannter „schlafender“ Akten zu sexualisierter Gewalt gegen Minderjährige zu prüfen. Bis zum „14 juillet“, dem Nationalfeiertag, das war seine Vorgabe. „Keiner geht in die Ferien, bevor nicht alle Fälle geprüft sind“, sagte Darmanin. Er stand unter großem Druck.
Frankreich: Polizei verhaftet 675 Männer, weil sie mutmaßlich Kinder gefährden
Nach dem Mord an der elfjährigen Lyhanna hat der Justizminister die Staatsanwaltschaften innerhalb von Wochen 85 000 Akten zu Gewalttaten prüfen lassen – und sofort reagiert.






