Es musste alles ganz schnell gehen, absolute Dringlichkeit. Fünf Wochen gestand Frankreichs Justizminister Gérald Darmanin den Staatsanwälten im Land nur zu, um Zehntausende sogenannter „schlafender“ Akten zu sexualisierter Gewalt gegen Minderjährige zu prüfen. Bis zum „14 juillet“, dem Nationalfeiertag, das war seine Vorgabe. „Keiner geht in die Ferien, bevor nicht alle Fälle geprüft sind“, sagte Darmanin. Er stand unter großem Druck.