Die US-Regierung von Donald Trump will Saudi-Arabien beim Aufbau eines zivilen Atomprogramms unterstützen. Experten fürchten nun ein atomares Wettrüsten in der Region.
23.07.2026, 08.13 Uhr
Treffen im November 2025: Präsident Donald Trump begrüßt den saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman im Weißen Haus
Mitten im Irankrieg schürt das Nuklearabkommen zwischen den USA und Saudi-Arabien Befürchtungen vor einem atomaren Wettrüsten im Nahen Osten. Experten fürchten, dass der Schritt auch andere Staaten in der Region ermutigen könnte, nuklear aufzurüsten – etwa die Vereinigten Arabischen Emirate, die Türkei oder Ägypten. »Die Vorstellung, dass dies ein Happy End haben wird, ist wahnhaft«, sagte Henry Sokolski, Direktor des Nonproliferation Policy Education Center in den USA, dem »Wall Street Journal«.
Die Regierung von Präsident Donald Trump teilte in dieser Woche mit, dass sie Saudi-Arabien beim Aufbau eines zivilen Atomprogramms helfen wolle und die Energieminister beider Länder eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet hätten. Den genauen Inhalt des Milliarden-Deals machte die US-Regierung zunächst nicht publik. Nach Informationen von US-Medien könnte er aber den Weg für Urananreicherung in dem sunnitischen Königreich ebnen, das mit dem schiitisch geprägten Iran um die Vorherrschaft in der Region ringt.











