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Ich weiß nicht, wie sie das damals angestellt hatten, aber die Pariser Stadtverantwortlichen des späten 20. Jahrhunderts hatten uns eine Welt geschaffen, in der alles der Autokultur und dem Beton diente. Parkplätze ohne Ende? Her damit. Ein Ring mit 80 Stundenkilometern? Warum nicht. Ein Autobahnprojekt quer durch Paris? Nur zu! Zwei schöne, begrünte Plätze vor dem Louvre? Bitte mineralisieren. Und das Ganze noch mit einer Pyramide versiegeln. Damals behauptete die Werbung sogar, dass weder Abgase noch Zigarettenrauch störten.

Mit Bertrand Delanoë (2001) und später Anne Hidalgo (2014) vollzog sich ein Wendepunkt. In 20 Jahren hat Paris eine echte urbane Revolution erlebt. Beide Bürgermeister setzten auf eine klare Linie: weniger Platz für Autos, mehr Raum für die Öffentlichkeit. Was früher wie Science-Fiction klang – Zehntausende Parkplätze streichen, zentrale Achsen wie die Rue de Rivoli für den Individualverkehr sperren, die Seine-Ufer für Fußgänger öffnen –, ist Realität geworden. Schwere SUVs wurden stärker belastet, die Umweltzonen auf den Großraum Paris ausgeweitet, Tempo 30 zur Norm.