PfadnavigationHomePanoramaKriminalitätStraßenbahn in DresdenEr zog das Messer durch das Gesicht des Opfers – drei Jahre Jugendhaft für SyrerStand: 20:44 UhrLesedauer: 2 MinutenNach einem Messerangriff auf einen US-Amerikaner in Dresden wird das Urteil gegen zwei syrische Angeklagte erwartet. „Bei Rudat ist ein Haufen Wut auf deutsche Einwanderungspolitik“, berichtet WELT-Reporter Lutz Stordel.Ein Streit in einer Dresdner Straßenbahn eskalierte zu einem Messerangriff: Ein 21‑Jähriger muss dafür drei Jahre in Jugendhaft, ein Mitangeklagter erhält Bewährung.Knapp ein Jahr nach der Attacke in einer Dresdner Straßenbahn ist ein 21-Jähriger zu einer Jugendhaftstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Er habe dem angegriffenen US-Amerikaner mit dem Schnitt durch das Gesicht dauerhafte Schäden zugefügt, wie es bei der Urteilsverkündung im Landgericht Dresden hieß. Die Richter der Jugendkammer sprachen den Syrer der schweren und gefährlichen Körperverletzung schuldig.Ein 22-Jähriger, ebenfalls syrischer Mitangeklagter, wurde unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.Lesen Sie auchLaut Urteil griff der 21-Jährige in der Nacht zum 24. August 2025 den gleichaltrigen US-Amerikaner John Rudat in einer Straßenbahn mit einem Cuttermesser an. Rudat stritt sich zu diesem Zeitpunkt mit dem zweiten Angeklagten, der seine Freundin angeschrien und geschlagen hatte.Rudat wollte dazwischengehen, daraufhin schlug der 22-Jährige zu. Der zuvor unbeteiligte 21-jährige Angeklagte kam hinzu und zog sein Messer durch das Gesicht des US-Amerikaners, der Schnittverletzungen am Augenlid, der Nase, an der Lippe und auch im Mund erlitt. Rudat trägt von dem Angriff eine bleibende Narbe davon.Angeklagte entschuldigten sichBei der Verhandlung hatten die beiden Angeklagten Reue gezeigt und sich für ihre Taten entschuldigt. Sie gaben an, betrunken gewesen zu sein. Der 21-Jährige berichtete auch von Drogenkonsum am Tag der Tat.Lesen Sie auchIn dem Prozess mussten sich die beiden jungen Männer zusätzlich wegen zehn weiterer Straftaten, darunter zum Teil gefährlicher Körperverletzungen, verantworten. Sie sind geringfügig vorbestraft und befinden sich seit fast elf Monaten in Untersuchungshaft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.Der US-Amerikaner Rudat hatte zuvor bereits gesagt, die Narbe sei für ihn „okay“. Er wolle sie „als Erinnerung“ behalten. Sie stehe für etwas, das er noch heute als richtig empfinde, sagte er mit Blick auf sein damaliges Handeln. Seine Narbe fühle sich an wie ein Symbol dafür. Er selbst empfinde sich aber nicht als Held. Er habe das getan, was wohl jeder in dieser Situation getan hätte. Seinen Job als Model könne er jedoch seitdem nicht mehr ausüben, er werde wegen der Verletzung nicht mehr gebucht.dpa/nw
Attacke in Straßenbahn in Dresden: Er zog das Messer durch das Gesicht des Opfers – drei Jahre Jugendhaft für Syrer - WELT
Ein Streit in einer Dresdner Straßenbahn eskalierte zu einem Messerangriff: Ein 21‑Jähriger muss dafür drei Jahre in Jugendhaft, ein Mitangeklagter erhält Bewährung.







