Sein Instagram-Video ging im August letzten Jahres um die Welt - und mit ihm die Kritik an der Migrationspolitik in Deutschland - mit dem negativen Brennglas auf Dresden.

Der US-Amerikaner John Rudat war damals in Dresden zu Besuch und wurde in der Straßenbahnlinie 7 brutal angegriffen. Zwei Syrer attackierten ihn. Einer der beiden Täter, Ismail H. (21) zog ihm dabei ein Cuttermesser quer übers Gesicht vom linke Auge bis zum rechten Mundwinkel. Die Narbe auf seiner Nase wird für immer bleiben.

Dafür verhängte das Landgericht in Dresden am Dienstagabend drei Jahre Haft gegen Ismail H., der Rudat mit einem Cuttermesser das Gesicht schwer verletzte. Sein Freund Majd. A (22) kommt frei. Er erhielt ein Jahr und acht Monate auf Bewährung, muss 100 Arbeitsstunden ableisten und eine Suchtberatung besuchen. Beide Täter galten wegen ihres Alkohol- und Drogenkonsums als vermindert schuldfähig.

Die Verhandlung fand seit Ende April vor der Jugendkammer des Landgerichtes statt. Das Gericht folgte damit zumindest im Fall des Messer-Angreifers dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die je drei Jahre Gefängnis für die Syrer forderte. Beide Täter, die sich vor Gericht entschuldigten, waren zuvor schon polizeilich aufgefallen. Sie handelten mit Cannabis und Medikamenten, A. habe auch einen Ordnungsamtsmitarbeiter vorm Hauptbahnhof angegriffen bzw. ein weiteres Opfer mit einer Glasflasche angegriffen.