PfadnavigationHomePanoramaDresdenMesserangriff in Straßenbahn – „Dieser Typ wollte mich töten“, sagt der US-AmerikanerVeröffentlicht am 26.08.2025Lesedauer: 3 MinutenNach dem Messerangriff in einer Dresdner Straßenbahn befindet sich ein 21-jähriger syrischer Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Der Mann soll an der Attacke auf einen US-Amerikaner beteiligt gewesen sein. Rainer Wendt (DPolG) ist zuversichtlich: Die Polizei wird den zweiten Tatverdächtigen auch fassen.Der Messerangriff auf einen jungen US-Amerikaner in einer Dresdner Straßenbahn hat Aufsehen erregt. Jetzt wurde ein syrischer Verdächtiger festgenommen – zum zweiten Mal. Der amerikanische Tourist äußert sich in einem Interview.Im Fall der Messerattacke in einer Straßenbahn in Dresden hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Der Mann ist ein 21-jähriger Syrer, der bereits zuvor festgenommen, aber zunächst wieder freigelassen worden war. Das teilten Dresdner Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.Nach Angaben der Polizei hatten in der Nacht auf Sonntag zwei Männer in einer Dresdner Straßenbahn eine Gruppe weibliche Fahrgäste belästigt. Ein 21-jähriger US-Amerikaner ging dazwischen und wurde bei der anschließenden Auseinandersetzung mit einem Messer angegriffen und verletzt. „Ich habe solche Situationen gelegentlich schon erlebt“, erinnert sich der US-Tourist in der „Bild“. „Manchmal gibt es dann halt eine Prügelei – damit hätte ich leben können. Aber dieser Typ wollte nicht kämpfen. Er wollte mich töten.“ Zudem habe er einem der Täter angesehen, unter Drogeneinfluss zu stehen. „Der hatte diesen völlig wahnsinnigen Blick.“ Der Haupttäter habe ihn schließlich mit einem Messer attackiert. „Plötzlich hörte ich das Klicken eines Messers – und ehe ich mich versah, schnitt er mir in die Nase.“Die Täter flüchteten daraufhin. Der 21-jährige Syrer wurde zwar bald darauf festgenommen, aber wenig später freigelassen, weil man davon ausging, dass ein zweiter Angreifer für die Messerattacke verantwortlich war. Weitere Ermittlungen hätten aber ergeben, dass auch der 21-jährige Syrer dringend tatverdächtig ist, am Messerangriff beteiligt gewesen zu sein. Auch er soll den US-Amerikaner demnach mit einem „gefährlichen Gegenstand“ verletzt haben.Lesen Sie auchNachdem diese neuen Erkenntnisse bekannt geworden seien, habe die Staatsanwaltschaft „unverzüglich“ die vorläufige Festnahme des Syrers angeordnet. Er sei am Dienstagmorgen festgenommen worden. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen, der 21-Jährige befindet sich daher in Untersuchungshaft. Die Suche nach einem zweiten Tatverdächtigen blieb bislang erfolglos. Der verletzte Amerikaner hatte sich nach dem Vorfall in einem Instagram-Video zu Wort gemeldet. In einem offenbar in einem Krankenhaus aufgenommenen Selfie-Video sieht man den jungen Mann mit einer blutdurchtränkten Bandage an Mund und Nase, die seine Stimme etwas nasal klingen lässt. „Wenn ihr nicht glaubt, dass Europa – speziell Deutschland – ein Einwanderungsproblem hat, dann lasst mich euch was erzählen“, sagte er in dem Clip.Spenden werden gesammeltDer US-Amerikaner erlitt eine tiefe Schnittverletzung im Gesicht. Nach Angaben der Polizei bestand zu keinem Zeitpunkt Lebensgefahr. Für das Opfer läuft seit Montag im Internet eine Spendenaktion. Sie findet große Resonanz. Bis Dienstagnachmittag kamen mehr als 50.000 Dollar (rund 43.000 Euro) zusammen. Damit waren etwa Dreiviertel des Spendenziels erreicht. Mit dem Geld, das über die Online-Plattform GoFundMe eingesammelt wird, sollen die medizinischen Kosten und die laufende Pflege gedeckt werden. Lesen Sie auchDer 20-Jährige habe gerade seine Ausbildung zum Rettungssanitäter abgeschlossen und seit anderthalb Jahren als Rettungsassistent gearbeitet, schreibt die Verfasserin des Spendenaufrufs. „Er steht nun vor einer schwierigen Genesung, sowohl körperlich als auch emotional und sogar finanziell, während er daran arbeitet, sich von diesem Vorfall zu erholen“, hieß es von der Verfasserin des Spendenaufrufs. Auch die US-Botschaft schaltete sich ein – und forderte, die Täter „im vollen Umfang des Gesetzes zu bestrafen“.rct/säd mit dpa/dol
Dresden: Messerangriff in Straßenbahn – „Dieser Typ wollte mich töten“, sagt der US-Amerikaner - WELT
Der Messerangriff auf einen jungen US-Amerikaner in einer Dresdner Straßenbahn hat Aufsehen erregt. Jetzt wurde ein syrischer Verdächtiger festgenommen – zum zweiten Mal. Der amerikanische Tourist äußert sich in einem Interview.















