PfadnavigationHomePanoramaUS-Amerikaner verletztUS-Botschaft verurteilt Messerangriff in Dresdner Straßenbahn „aufs Schärfste“Veröffentlicht am 26.08.2025Lesedauer: 4 MinutenDie US-Botschaft hat den brutalen Messerangriff auf einen US-Amerikaner in einer Dresdner Straßenbahn scharf verurteilt. Bei X fordert sie die deutschen Behörden auf, die Täter so hart wie möglich zu bestrafen.Die schweren Verletzungen, die ein junger US-Amerikaner in Dresden erlitt, sind nun auch Thema in den amerikanischen Medien, auch die US-Botschaft in Berlin meldet sich zu Wort. Im Internet werden Spenden für den Mann gesammelt.Nach der Messerattacke in einer Dresdner Straßenbahn gibt es nun auch eine Spendenaktion für den verletzten jungen US-Amerikaner. Damit sollen seine medizinischen Kosten und die laufende Pflege gedeckt werden, wie es auf der Online-Spendensammlung-Plattform GoFundMe heißt. Verfasserin des Aufrufs ist demnach zufolge die Freundin des Bruders des verletzten 20-Jährigen.Die Messerattacke geschah in der Nacht zum Sonntag, als die Straßenbahn sich an einer Haltestelle befand. Zunächst hätten zwei Männer aus einer Gruppe heraus Frauen in der Straßenbahn belästigt, hieß es im Polizeibericht. John R. sei dazwischengegangen und daraufhin von einem der beiden Täter attackiert worden. Danach flüchteten die Männer. Zahlreiche Medien berichteten, darunter auch WELT. Bei der Tat sei der US-Amerikaner im Gesicht verletzt worden, er befinde sich weiter im Krankenhaus, so die Polizei. Lebensgefahr habe zu keinem Zeitpunkt bestanden. In diversen Videos, u. a. auf seinem eigenen Social-Media-Account und auch in Interviews, hat der junge selbst Mann bereits ausführlich über den Angriff gesprochen und dabei auch Kritik an der deutschen Einwanderungspolitik geübt. Opfer ist angeblich RettungssanitäterDer 20-Jährige – in US-Medien wird er als 21-Jähriger geführt – hatte gerade seine Ausbildung zum Rettungssanitäter abgeschlossen und seit anderthalb Jahren als Rettungsassistent gearbeitet, schreibt die Verfasserin des Spendenaufrufs.Lesen Sie auchBei seinem Versuch, die Frauen in der Straßenbahn zu schützen, habe er unter anderem eine tiefe Gesichtswunde erlitten. Im Interview mit „Nius“ sagte R. zuletzt, dass ihm die Nase glatt durchgeschnitten worden sei, zudem habe er sehr großes Glück gehabt, weil das Messer nur knapp eines seiner Augen verfehlt habe. Laut seinem Instagram-Account arbeitet R. gelegentlich auch als Model. Ob er dies auch in Zukunft angesichts der schweren Gesichtsverletzungen noch tun kann, ist aktuell offen. Er werde seine Narben aber „mit Stolz“ tragen, zitiert ihn das Internetportal. Auch bei GoFundMe sind die Verletzungen von John R. natürlich ein Thema. „Er steht nun vor einer schwierigen Genesung, sowohl körperlich als auch emotional und sogar finanziell, während er daran arbeitet, sich von diesem Vorfall zu erholen“, heißt es in dem Spendenaufruf. Bis zum frühen Dienstagmorgen wurden bereits rund 41.000 US-Dollar gespendet.US-Medien berichten über den Fall, Ex-Botschafter meldet sichDie Polizei hatte kurz nach der Attacke einen 21 Jahre alten Mann aus Syrien als einen Tatverdächtigen festgenommen. Der Mann kam aber wieder auf freien Fuß, weil die Staatsanwaltschaft Dresden keine Haftgründe sah. Dem Vernehmen nach soll er die Messerattacke nicht verübt haben.Gegen ihn und den weiteren, noch unbekannten Tatverdächtigen werde unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, hieß es. Der Unbekannte ist flüchtig. Die Polizei sucht weiterhin Zeugen – vor allem unter den zahlreichen Fahrgästen der Bahn.Auch Medien in den USA berichteten, darunter die „New York Post“, die den Fall mit der (sinngemäß übersetzt) Überschrift versah: „Heldenhaft: US-Tourist wird brutal mit dem Messer attackiert, als er zwei Frauen in Dresden helfen will“.Die Zeitung hat für ihren Bericht auch die Familie des US-Amerikaners kontaktiert. „Es hätte mich überrascht, wenn er nicht eingeschritten wäre“, sagte sein Bruder Logan, 22 der ebenfalls Ersthelfer ist, der „New York Post“ laut dem Bericht. „Das liegt in seinem Charakter. So sind wir einfach erzogen worden“, sagte Logan R. Nun hoffe er, dass sein Bruder in der nächsten Woche in die USA zurückkehren könne.Auch der US-TV-Sender „Fox News“ berichtete über die Gewalttat von Dresden, sowie diverse britische Medien (“Daily Mail“, „The Independent“). Bei X und Tiktok ist der Fall ebenfalls ein Thema. Dort äußerte sich auch der ehemalige US-Botschafter Richard Grenell. Bereits am Sonntag, also kurz nach der Tat, schrieb er auf X an die Adresse des deutschen Bundeskanzlers: „Friedrich Merz muss verstehen, dass das deutsche Volk diese schwache und ‚woke‘ Reaktion leid ist.“ Grenell bezog sich dabei auf das Video seines Landsmannes, in dem dieser den Vorfall schildert und seinen Unmut darüber äußert, dass einer seiner Angreifer so kurz nach der Gewalttat wieder auf freien Fuß kommen soll.Die US-Botschaft in Berlin gab ebenfalls ein Statement heraus. Dort heißt es: „Wir verurteilen auf das Schärfste den brutalen Angriff auf einen amerikanischen Staatsbürger in Dresden. Während er mutig eingriff, um einen Mitreisenden zu schützen, wurde er heimtückisch angegriffen. Wir fordern die deutschen Behörden auf, die Täter schnell zur Rechenschaft zu ziehen und sie im vollen Umfang des Gesetzes zu bestrafen. Sicherheit ist eine gemeinsame Verantwortung – niemand ist sicher, bis wir alle sicher sind.“dpa/krott
Dresden: US-Botschaft verurteilt Messerangriff in Straßenbahn „aufs Schärfste“ – Grenell schießt gegen Merz - WELT
Die schweren Verletzungen, die ein junger US-Amerikaner in Dresden erlitt, sind nun auch Thema in den amerikanischen Medien, auch die US-Botschaft in Berlin meldet sich zu Wort. Im Internet werden Spenden für den Mann gesammelt.
















