Die zunehmenden Angriffe auf Häfen und Exportwege im Schwarzen Meer haben nach Ansicht der deutschen Getreidewirtschaft Folgen weit über die Ukraine und Russland hinaus. Deutschland müsse deswegen künftig eine größere Rolle bei der Versorgung wichtiger Importländer übernehmen, fordert der Deutsche Raiffeisenverband (DRV), der über 1600 Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft vertritt.„Die globalen Verwerfungen zeigen, wie wichtig es ist, dass Deutschland im Rahmen seiner Möglichkeiten perspektivisch eine noch höhere Verantwortung für die Versorgung auch ausländischer Märkte, auch in Drittlandstaaten, übernimmt“, teilte der Pressesprecher Marcus Gernsbeck auf Anfrage der Berliner Zeitung mit. Nach Angaben des Verbands gehen die deutschen Getreideexporte bereits vor allem nach Nordafrika und in den Nahen Osten.
Der dafür bestimmte Qualitätsweizen stammt neben Bayern und Niedersachsen überwiegend aus den großen Ackerbauregionen Ostdeutschlands, insbesondere aus Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen. Auch die Exporte in Drittländer werden nach Angaben der Branche maßgeblich aus diesen Überschussregionen bedient.
Schwarzes Meer: Angriffe auf Exportwege verschärfen Lage









